Jahrgang 
Abhandlungen ... auf das Jahr 1769
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ro- Vom Wachsthüume

werdens" Und wollen wir nicht lieber ein Theil Landvolk ſeinen Aufenthalt in den Städten ſuchen laſſen, als ſich ganz aus'dem Neiche begeben? welches doch leider nur allzuſehr geſchieht, und nicht zu verhindern iſt, bis die Nahrung in unſern Städten ſo lebhaft wird, alsin den ausländiſchen.

Indeſſen wäre es doch eine höchſtangelegene Sa- <he, zu bedenken, wie dem vorzukommen iſt, daß ſo viele Leute jährlich hier in der Stadt ſterben, die alſo immer vom Lande müſſen erſeßt werden. Daß der große Abgang von Menſchen kein nothwendiges und unz vermeidliches Uebel iſt, das vom Landſtriche oder der Natur ſelbſt herrührte, das iſt daraus klar genug, weil oft zwiſchen den Jahren 1720 und 1730, auch ein und an- Hderesmal in den ſpätern Jahren, in einem Jahre mehr gebohren worden, als geſtorben ſind, welches auch ver- gangenes Jahr 1768 ſoll geſchehen ſeyn, da nach dem Verzeichniſſe, das ich in einer unſerer Wochenſchriften gefunden habe, hier 2576 ſind gebohren worden, und nur 2519 geſtorben ſind,

Ich habe in den Abhandlungen für 1766 gezeigt, Daß die hier herrſchende, ungewöhnlich heftige Sterblich- Feit meiſt zarte Kinder angreift, von denen meiſtens die Hälfte im erſten Jahre ſtirbt, da auf dem Lande nur das vierte abgeht. Ließe ſich dieſes nicht durch mehr, größe» re und beſſer eingerichtete Kinderhäuſer heben?

Endlich bemerke ich, daß die Anzahl der Verſtor- benen hier etwas mehr. zugenommen hat, als der Ge- bohrnen ihre. Eben das iſt auch auf den Landorten zu finden: alſo muß entweder die Menge der Gebohrnen än ſchwächerem, oder die Menge der Verſtorbenen in ſtärkerem Verhältniſſe zunehmen, als die Menge des Volks. Vermuthlich geſchieht beydes zugleich. Wenn in eben demſelben Lande mehr Volk iſt, ſo wird der

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