Jahrgang 
Abhandlungen ... auf das Jahr 1779
Seite
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294 Ueber Würmer 2.

fungen über den Bandwurm einige gegründete Folgen an» führen, die gegen die allgemeine Meinung ſtreiten. Sie werden zeigen, daß Vallisnieri, Bonnet ,- van Dövern, nicht zur vollkommenen Kenntniß dieſer Würmer gelangt ſind, und was man bisher von ihnen geſagt hat, nur noch problematiſch iſt.?

Der Bandwurm iſt ein wirkliches Thier, kein Zoo- phytum. Ein einzelnes/ ausgeſtre>tes Thier, nicht eine Kette mehrerer. Hat Kopf, und unterſchiedne Organen, Dem Mund am Vorderende. Die Eindrücke in jedem Ge- ſenke ,' die man als Männler(olcula) angeſehen hat, ſind nichts anders als Oefnungen für Eyer. Die äſtigen Zeich- nungen ſind Sammlungen von Eyern. Site ſind von ün- terſchiedenen Arten, bey Säugthieren, Vögeln, Fiſchen. Sie pflanzen ſich durch Eyer fort, aber ſchwerlich durch le- bende Jungen oder Zerſiüfung, Sie wachſen in die Länge durch Auswachſen einzelner Gelenke zunächſt am Kopfe.

Ein Wurm allein(le Solitaire) kann nicht leben, we- der bey Menſchen noh Thieren. Es findet ſich, alier Wahrſcheinlichkeit nach, bey allen Arten Thiere und Jnſec- ten, bisher unangemerkter Würmer eigne Jndividuya."Sie kommen nicht in den Menſchen durch Waſſer,'auch nicht durch Fiſche, ſchwerlich durc< Vögel oder Säugthiere, auch ſchwerlich aus der Luft, Sie verurſachen auch ſchwer- lich einen Schmerz bey den Thieren, die yon ungefünſtelter Speiſe leben. A

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