über das Clima von Schweden. 5.
dem vorigen von und mit 1758 bis von und mit 1777; alſo für völlige 20 Jahr.
I< hoffe, königl. Akademie wird dieſem Auszug aus mehr als 20000 Beobachtungen und neuen Anmerkungen darüber, in den Abhandlungen einigen Plaß gönnen, zumal weil darinnen feine hieſige oder upſaliſche Wittevungsbeob- achtungen zu finden ſind, die ſpäter als 1757 angeſtellt wären. Die engen Gränzen der Abhandlungen faſſen nicht Tageregiſter ganzer Jahre oder weitläuftige Auszüge dar- aus, wie jeßo bey andern Akademien geſchieht. aber die Beobachtungen verdienen doch einigen Plaß, da ſie ſowohl der Naturfunde als der Häushaltung Licht:geben. WBe- ſonders ſcheint mir nüklich und. angenehm auf dieſe Art, oder auch auf die vom verſiorbnen Prof. Lehx- Abhandl. 17653 gebrauchte, mehr Jahre äuf einmal zu vergleichen, damit'man gleichſam mit einem Blicke überſteht, wie ſich eins von dem andern unterſcheidet, ob einerley, Witterung nad) Umlauf gewiſſer Jahre wiederkömmt, ob das Clima mit der Zeit milder oder härter wird, u. ſ. w.
Th habe beſtändig: das gewöhnliche ſchwediſche*) Thermometer gebraucht, das ſich, von dem auſſer Landes am meiſten gebräuchlichen reaumuriſchen, ſonſt wenig un- tkerſcheidet, als nur, daß ſich die Zahl ſeiner Grade zu der
A 3 Zahl
*) Im Grunde völlig das, welches Celſius, Abhandlungen 1742 beſchrieben hat, nur zählte Celſius vom Sied- punkte an den Eißpunkt 100 Grad herunter, man hat aber nachgehends 0 beym Eißpunkte geſctt und die Gra- de aufwärts 100 bis an den Siedpunkt gezählt, weil es deutlcher iſt 20 Grad über oder unter dem Eißpunkte als 89 oder 120 Grad unter dem Siedpynkte. Die Tem- peratur der Luft, wenn es zu frieren anfängt, kennen wir aus der'Erfahrung, aber ſo warme Lauft, daß in ihr das Thermometer auf den Siedpunkft ſteige, hat niemand empfunden.


