306. Bon ganz ungewöhnlicher Kälte
60 den 6 Jänner 1760, haben die Thermometer noch Faſt den ganzen Tag bey 42 celſiuſſiſchen, oder 34 reaumüri- ſchen Graden geſtanden.
Das Barometer ſtund unter der Kälte 25, 75 Zoll Hho<. Es wehete ganz gelinder Mordoſt, wie ſich an dem dicken Rauche aller. rauchenden Schorſteine ſchon zeig- te, wenn man es nirgend anders her gewußt hätte.
Die Hygrometer zeigeten„ daß die Luft ganz tro>en war, wie ſie auch verfloſſenen ſchönen und ſchneeloſen Herbſt zu Torne geweſen war.
Dieſe ſchreliche Kälte war deſto ungewöhnlicher, weil ſeit 1737 von welcher Zeit tägliche Witterungsbeobachtun: gen hier ſind'angeſtellet worden, das ſchwediſche Thermo- meter ſelten mehr als 38 oder 40 Grad unter den Eispunct gegangen iſt, auch nicht in Jucasjerſwi, oder Utsjo>i, die ſo weit nordwärts von Torne gegen das Nordcap zu liegen,
Den 6 Jänner 1737 fanden die franzöſiſchen Herren Mathematikverſtändigen, daß Reaumürs Thermometer auf 37 Grad fiel, welche 46 ſchwediſche ausmachen. Nie: driger hat man es nie geſehen als i80,
Eine ſo grauſame Kälte als wir dieſe Nacht ausgeſtan- den haben, iſt, ſo viel ich weiß, nie ſonſt wo bemerket worden. Doch wich ihr diejenige nicht weit, die 1735 den 16 Jänner zu Jeneſeiſk in Siberien beobachtet ward, welches doch ei- nen Grad ſüdlicher liegt als Stockholm, da Reaumürs Thermometer auf 70 Grad fiel, wie Herr de Lisle in den Abhandl, der königl. franz. Akademie 1749, 14 Seite be- richtet. J< habe ſelbſt wirklich daran gezweifelt, aber wider mein Vermuthen eben das erfahren.
Unter der ſtrengſten Kälte konnte ich mich nicht enthal-
ten, einigemal in einer Stunde auszugehen und nach dem Thermo-
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