343 Elektriſche“ Berfſuche,
12. Aus angeführten Verſuchen folget 1) daß alle mit dem im Anfange(6. 1.) angegebenen- Geſeke überein- ſtimmen? 2)- Wenn alles--andere gleich iſt, ſo beſtimmt die Art des Reibens allein, welches bejaht, welches ver- neint iſt. Neue, gleich trockne Bänder, von einer Farbe und einem Stücke, werden eines-und daſſelbe. bald bejaht, bald: verneint( 6. 5.7..)--- 3)-Unterſcheidet ſich die ſchwarze Farbe von den übrigen darinnen, daß das reibende nie bes jaht wird, wenn nicht das geriebene auch ſchwarz iſt,
13. Von der Art, wie das Reiben in jeßigen Verſuchen wirker, genauere Erläuterung zu erhalten, ſo' muß man merken, daß, wenn das Reiben die Queere geſchieht, das geſpannte allezeit mehr gerieben wird, als das freye, denn des reibenden ganze Länge wied mehrmal hin und her über einerley Stelle des geriebenen. geführt. Geſchieht das Reiben nach der Länge, ſo iſt es ſo viel, als ware das rei- bende aufgeſpannt,“ und. würde mit dem geriebenen die Queere, gerieben.„Das Reiben des geſpannten. Bandes heiße G, des freyen 9, des geſpannten Breite. ſey b, des freyen Länge 1, ſo iſt G=ag(1-=- b)*, wenn, das Rei- ben die DQueere geſchieht. Dieſes Ueberreiben verrichtet zwey» erley, es verurſacht zugleich mehr Glätte und mehr Wärme, Eine glatte Fläche richtet bey andern Körpern das aus, daß ſie ſtärker bejaht werden; daher iſt auch wenig glaub- lich, daß davon in gegenwärtigem Falle eine entgegenge- ſeßte Wirkung herausfommen ſollte, welches folgender Verſucht auch deutlich beweiſet:
VII. Vevſu<).
14. Ein ſehr geriebenes und glattes Band wird ausge- ſpannt, und mit einem neuen, ungebrauchten, von eben dem
Stücke gerieben, Geſchieht es der Queere, ſo wird das ; Reibende
* Dey Buchſtabe a iſt nicht erkläret. Räſiner,


