Jahrgang 
Abhandlungen ... auf das Jahr 1763
Seite
346
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346- Elektriſche Berſuche,

Decimallinien im"Durchmeſſer...'Am Rande wird ein Fleines 20h gemacht ,- wodurch ein einfacher, ungedrehter und einen Fuß langer ſeidener Faden hinein geſchoben und feſt gebunden wird."Dieſe werden frey aufgehenkt. Das eine wird bejaht mit einer polirten Glasröhre, das andere verneint mit einer Schwefelſtange elektriſire, Alle Proben werden, um mehrerer Sicherheit willen mit dem Anziehen und Zurückſtoßen gemacht, doch eigentlich mit dem leßtern, I< habe dieſes Verfahren am dienlichſten gefunden, denn Korkkugeln ſind nicht beweglich"genug, Stücchen Goldblättchen verlieren bald die mitgetheilte Eleftricität, wegen ihrer vielen unvermeidlichen Spißen, und Wachs» Elümphen ſind unſicher, weil man ſie'nicht leicht"meſſen Fann. Wenn der Raum, wo der Verſuch angeſtellt wird, trocfen und ſtill iſt, ſo behalten die Stü><en Goldpapier, wenn ſie wohl elektriſirt ſind, ihre Eleftricität eine völlige Halbe Stunde. Eine nöthige: Vorſichtigfeit. iſt, bey Anſtellung der Proben, nur die wohlgeriebenen Stellen-an das Goldpapier zu halten, denn die ungeriebenen ziehen die bejahten und

verneinten Stücke, I. Verſuch.

5. Man nähet ein rothes Band mit beyden Enden feſt zuſammen, rings um einen Zapfen. oder eine Glasröhre, welche in die. Vertiefung. NO, NQ, gepaßt wird. Der Schieber wird.nachgehends von Ab weggeführt, ſo, daß das Band, geſpannt. wird.. Ein ander rothes Band, von eben dem Stücke, faßt man mit einer Hand an jedem Ende, und reibt. es lothrecht hin und her 19 bis 12 mal, etwas geſchwind an. einer und derſelben, Stelle des geſpannten Bandes. Wenn man nun die Bänder unterſucht, ſo findet ſich, daß das freye, das bejahte Stüc Papier, das geſpannte aber den verneinten von ſich treibt.

6. Der Kürze wegen will ich in der Folge ſagen: das Reiben geſchehe der Queere, wenn es auf die abu 4

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