Jahrgang 
Abhandlungen ... auf das Jahr 1763
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amunterſchiedenen Orten. 5

Von der Menge des Regens. in heißen Ländern habe ich feine Beobachtungen, gefunden, vermuthlich iſt darinn zwiſchen den Oertern und. den Jahren viel Unterſchied.

Der größte Theil der Länder des gemäßigten Erdſtri- c<es, in dem ſich Europa befindet, hat zwar nicht zu einer gewiſſen ordentlichen Jahrszeit Regen, ſondern der Regen fällt dann und wann zu allen Jahrszeiten entweder in flüßi- gen Tropfen, oder zuſammengefroren und in Schnee ange- ſchoſſen 3 aber doch findet ſich darinn eine gewiſſe vom Schöpfer geſeßte Ordnung, die unſere Aufmerkſamkeit verdienet.

Seit dem man, vor etwas mehr als 190 Jahren ange- fangen hat, die Naturkunde auf Erfahrung zu gründeny ſo hat man auch gefunden, daß die ſo. wichtige 2ehre von der Luft, derſelben Beſchaffenheit und Wirkungen, von den darinn ſchwebenden Dünſten, und allerhand Luftbege- benheiten nicht anders, als durch Verſuche zur Richtigkeit zu bringen iſt. Man muß daher mit Fleiß meteorologiſche Beobachtungen anſtellen, von denen die Naturkunde ſchon großes Licht erhalten hat. Unter andern iſt nöthig befun- den worden, die Menge des Waſſers zu meſſen, das durch Regen und Schnee jährlich und monatlich aus der Luft fallt,

Der Regen iſt eine der merkwürdigſten und nüßlichſten Luftbegebenheiten; er fühlet und reinige nichtnur die Luft, er- friſchet die Erde, und iſt aller Gewächſe vornehmſte Nahrung, ſondern er unterhält auch alle Flüſſe, innländiſche'Seen, Quellen und. Brunnen, die ſonſt bald vertrocknen würden, daß die Erde, aus Mangel des Waſſers, nicht zu bewohnen wäre." Sollten wir auf ein ſo großes Werkzeug, in der allgemeinen Haushaltung der Natur, und unſerer beſon- deren, ſich unſerer Aufmerkſamkeit entziehen,

Ein Unbedachtſamer könnte einwenden, aller unſerer Beobachtungen, und unſerer Kenntniß ungeachtet, müſſen wir doch das Wetter nehmen, wie es kommt, und können

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