Jahrgang 
Abhandlungen ... auf das Jahr 1756
Seite
15
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vor Fäulniß zu verwahren. Is

holländiſchen Fließen oder Klinkerſteine, damit die Mauern im Schleußengraben bekleidet waren, waren im Waſſers gange aufgelöſt und abgefallen, aber der roslagiſche Sand ſtein war ganz und unbeſchädiget. Nägel und Eiſenwerk waren durch den Zufluß des ſalzichten Waſſers bey hoher See meiſtens in Roſt verwandelt. Einige Nägel, die uns verſehens auf den Schleußenboden gefallen waren, und das ſelbſt lange Zeit gelegen hatten, auch dem Anſehen nach aus ſehr gutem und zähem Eiſen geſchmiedet waren, ſahen aus, als wären ſie geflochten, oder von feinem Eiſendrache zu« ſammen gewunden, das gröbere Eiſen war querdurch vera roſtet und vom Waſſer weggeſchwemmet, aber die zärtern Faſern waren unbeſchädiget, und wenn man ſie feilte, ſaa hen ſie aus wie feines weißes Silber, waren aber nur ſo hart als weiches Eiſen. Aus einem Haufen weichen Th0«a nes, unter der Waſſerfläche hinter der alten Schleußen« mauer, ward eine eiſerne Schaufel heraus gezogen, die gänzlich unbeſchädiget, und ſo blank war, als wäre ſie ſel. bigen Tag dahin geleger worden, wiewol ihre Geſtalt ,/ die ganz anders war, als ſie ißo gebräuchlich iſt, zu erkennen gab, daß ſie daſelbſt von der Zeit an, da die Schleuße war gebauet worden, und alſo hundert Jahre gelegen hatte. Dagegen befand ſich über der niedrigſten Waſſerfläche, daß die Pfähle, die entweder in die Schleußenmauern einges mauert, oder auch mit Erde überſchüttet waren, ſo weit als das Waſſer an der Schleuße jährlich ſteigt und fällt, ganz weggefaulet waren 3 der Splint, welcher noch nach) der Ges ſtalt des Baumes in der Erde lag, war ſo loer, daß man ähn mit einem hölzernen Stoke abſchaben konnte, doch war der Kern noch ſpröde und beſtund aus faulem Holze(rödve). Die Pfähle, um welche eine Füllung von grobem Sande, mit Kieſeln vermengt, oder auch von blauem Thone war, ſchienen vor der Fäulniß beſſer verwahret geweſen zu ſeyn, als die vorerwähnten, Wie viel feine bleichrothe Heldeerde mit ihrer einges ſchloſſenen Feuchtigkeit zum Verfaulen des Hölzwerkes beys tragen