Jahrgang 
Abhandlungen ... auf das Jahr 1755
Seite
296
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296 Beſchreibung

Wenn man den Wall zwiſchen Gefreidefelde macht, oder da Schweine dazu kommen können, muß er auf beyden Seiten mit Steinen beſcht werden. Eine Steinlage von fünf Viertheilen breit, iſt vollkommen zulänglich.

Die 2 Fig. zeiget einen andern Wall, ohne Steine, von Raſen und mit gleicher Böſchung auf beyden Seiten, einen nicht ſv breiten Graben an der einen Seite, unh weniger Breite am Fuße, Wenn man mit dieſem Walle zwo El Ion hoch gefommen iſt, wird Wacholderreißtg darauf gele- get, ſo, daß die großen Enden auf beyden Seiten eine Vier- theilelle zum Walle herausragen. Das Bacholderreißig bedeckt man nachgehends mit ein paar Schichten Raſen, daß der Wall 9 oder 10 Vierthel hoch wird, v kann kein Vieh darüber. Dieſer Wall dienet Wieſen und Viehwei- Den von einander zu ſondern,

Man ſollte glauben, ſolche Wälle würden viel Graßwuchs wegnehmen, aber darauf iſt die Antwort, daß auf denen dreyhundert Klaftern Wall, welche ich im May und Ju- nius ißigen Jahres habe machen laſſen, dieſen Sommer ſo haufig Gras gewachſen iſt, daß meine Leute Heu davon erndten wollten, welches ich ihnen aber verboth, damit die Graswurzeln den Raſen deſto ſtärker verbinden ſollten. Aber nach) Verlauf einiger Jahre, und wenn ſich der Graben be feſtiget har, wird man von dem Walle und dem Graben wohl ſo viel Gras wieder bekommen, als vor dem auf dieſem Plaße gewachſen iſt,

Wer viel Leute hat, die ihm Dienſte thun müſſen, kann Ellern, Kreuzbeerenbüſche, Johannesbeerſiräuche u. d, gl, in den Graben am Walle pflanzen laſſen, die man aber be- ſchneiden muß, wenn ſie höher als der Wall iſt, werden dieſes wird nicht nur wohl ausſehen, ſondern auch dem Walle eine Stärke geben, Die Urſache, warum das Vieh nicht über den Wall ſpringen fann, iſt dieſe: Wenn es in den Graben kömmt, und.ſich nach dem Walle wendet, ſo ſteht es

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