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Witterungsbeobachtungen, 291 Zrachmonat,
„Regen und Sonnenſchein waren in dieſem Monate für Wieſewachs und Getreide ſo vortheilhaft abgewechſelt, daß der 2andmann es ſich nicht beſſer wünſchen konnte, Ein mittelmäßiger und«bkühlender Wind trug zur Fruchtbar»- feit nicht wenig bey, Nordwind 2 Tage, Weſt 2x, Süd 2 Oſt 2. Zwiſchen Nord und Weſt IZ Weſt und Süd 5, Süd und Oſt 2, Oſt und Nord 9- Windſtille 9 Tage.
Zeumonat,
Fieng ſich mit des vorigen angenehmer Witterung an aber nach dem 9 zu fieng es an ofte zu regnen, welches den ganzen Monat durch anhielt, ſo, daß viel Futter gänzlich verderbet wurde, worüber man allgemeine Klagen hörete. Der Wind war meiſtens ſtille und gelinde, aber auch die- ſerwegen dem L2andmanne deſto weniger dienlich, Die Wär- me war im Anfange ziemlich ſtark, aber nachgehends ward ſie wegen des beſtändig wölkichten Himmels ſehr erträglich. Nordwind 6 Tage, Weſt 32, Süd 32... Zwiſchen Nord und Weſt 6x,. Weſt und Süd 24, Süd und Oſt 12„Off und Nord 62, Windſtille 1% Tag. 5
Auguſt,
| Die Hoffnung, welche der Landmann noch übrig hatte Einen Theil ſeines Wieſewachſes unbeſchädigt unter Dach zu bringen, verſchwand nun völlig, weil dieſer Monat ſo reg- nicht war, daß alle niedriggelegene Wieſen und einige Aecker unter Waſſer geſeßt wurden, ja in 8 Tagen fiel ſo viel Re- gen, als ſonſt in einem Viertheljahre gewöhnlich iſt, Die Klagen allhier waren unbeſchreiblich, und wurden auch da- durch vermehret, daß die Gartengewächſe gegen das Ende des Monats in den kalten Nächten größtentheils verloren giengen. Der ſtärkere Wind, welcher gegen das Ende |;<:3 225 ves


