Jahrgang 
Abhandlungen ... auf das Jahr 1755
Seite
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43 Vonder Beweguang des Waſſers

ader Wirbel und zurükgehende Ströme zu finden ſind. Bes ſonders, wenn man in Betrachtung zieht, daß das Waſſer mitten in den Strömen ſchneller fließt,(5. 38.) als an den Seiten.

CG. 41, Wenn der untere Strom, der in der Tiefe aus dem mittelländiſchen Meere geht, mehr Geſchwindigkeit hat, als der obere und hineinfommende, ſo muß er auch, nad) eben dieſer Verhältniß, mehr von dem Seitenwaſſer mit ſich nehmen, als das Waſſer des obern Stromes thut, Geſchieht dieſes, ſo entſteht eine deſto tieſere Aushöhlung in der Waſſerfläße, längſt der Enge, wo die Strombahn Hinſtreicht, und das Waſſer des atlantiſchen Meeres be» kömmt einen deſto höheren Fall, und folglich in ſeinem Zu- fluſſe deſto mehr Geſchwindigkeit, bis beyder Ströme Ge- ſchwindigkeiten in eine richtige Verhältniß gegen einander kommen,.

G. 42« Weil das Meer von täglicher Ebbe und Fluch wechſelsweiſe in der ſpaniſchen See jehr viel ſteigt und fällt, und daher das Waſſer vorne vor dem Einfluſſe in die En- ge zuweilen höher, zuweilen niedriger iſt, ſo muß bald der obere, baid der untere Strom, in der Enge ſchneller fließen. Dieſe veränderlichen Bewegungen werden den Seitenſirömen mitgetheiler,und verurfachen einige Ab- wechslungen bey ihnen,. wie die gewöhnliche Cbbe und Fluch, weiches mic den Beobachtungen des 2. 9. übereine ſtimmet.

6. 43- Alle flüßige Körper, ſie mögen ſchwerer oder leichter ſeyn, ſind einerley Geſeßen der Bewegung unters worfen. Weil man alſo in der Luft oft bemerket, daß die obern Woiken den untern gerade entgegen gehen, ſo über» zeuget dieſes uns nicht allein von der Moglichkeit der hier erwähnten gegen einander gehenden Ströme, welche Herr

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