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Gebohrner und Verſtorbener, 35
die Zahl der Lebenden, jungen und alten, berechnen könnte, Sie haben dieſe Verhältniß eifriger geſuchet, welche ſich gleich» wol ſtark verändert, nachdem ein Ort, oder ein Jahr mehr oder weniger ungeſund iſt, als die Verhältniß zwiſchen allen Lebenden, und den Gebohrnen, von der ich in beyden vor- hergehenden Theilen dieſer Anmerkungen geredet habe, und welche aus Erfahrungen und wahrſcheinlichen Gründen be» ſtändig erſcheint, wiewol man in römiſchkatholiſchen Län dern eine andere Rechnung für den ganzen geiſtlichen Stand halten muß, welcher nichts zur Fortpflanzung beyträgt. Jh geſtehe gleichwol zu, daß es dienlich iſt, beyde Verhältniſſe zu wiſſen, und gegen einander zu halten*.
Graunt behauptet, auf dem Lande in England ſtürbe jährlich ohngefähr der funfzehnte Theil, aber in London der 32ſte. Etrupk ſaget, der Tod nehme jährlich in Holland den 32ſten Mann weg. Jn Breslau ſtirbt nach 53lleps Bes rechnung der 28ſte oder 29ſte. Suüßmilch hält für glaub- lic, daß in den brandenburgiſchen Ländern nicht mehr als einer von 40 ſtürben, keiner aber von allen dieſen hat zuver- läßige Verzeichniſſe aller Leute in einem Lande gehabt, die Anzahl der Verſtorbenen damit zu vergleichen. Dieſes ha» ben wir hier in Schweden, wenn die Tabellenanſtalt fortge ſeßet wird. Denn aus einem einzigen ſv ungeſunden Jahre, wie 1749 läßt ſich in dieſer Abſicht nichts gewiſſes ſchließen. Wir wollen doch ſehen, was es für einen Ausſehlag giebt? Wenn die ganze Menge Volks in allen Lehnen, die Städte mit eingeſchloſſen, aber Calmar und Bohuslehn ausgenom- men, mit derer Zahl dividiret wird, welche dieſes Jahr verſtor- ben ſind, ſo weiſet der Quotiente, daß dieſes Jahr der 36ſte Mann abgegangen iſt. Nimmt man jedes Lehn für ſich, ſo findet ſich in Upland, Südermanland, Oſtgothland, Ne-
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s Man ſehe hiervon die göttliche Ordnung in den Verände- rungen des menſchlichen Geſchlechtes, beſonders im Tode, durch einige neue Beweischümer beſtätiget, und gegen des königl. großbrit. Bergraths Hrn. von Jaſti Erinnerun- gen und Muthmaßungen in zweyen Sendſchreiben an ſel»
bigen, gerettet von Joh. Pet, Süßmilch, Berl, 1756. 8.


