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und den Abirrungen der Sterne. 7
Stern jährlich auf 20 Secunden auf beyden Seiten ſeiner eigentlichen Stelle hin und her geht. Solchergeſtalt fand man die Geſeße der Abirrung gewiſſermaßen mit der Pas rallaxe ziemlich übereinſtimmend, nur mit dem Unterſchiede, daß die größten Axen der Ellipſen bey der Parallare unter ſich ungleich ſeyn mußten, nachdem der Abſtand eines Ster» nes von der Sonne größer oder geringer war, bey den El- lipſen der Abirrung aber ſind ſie alle von gleicher Große, weil es dabey nur auf die Verhältniß zwiſchen den Geſchwin- digfeiten der Erde und des Lichtes ankfömmt„ die unverän- dert bleibt. Auch nimmt durch die Parallare die Breite eines Sterns beſtändig von ſeiner Conjunction mit der Sonne bis zur Oppoſition zu, und von dannen bis zur näch ſten Conjunction ab; die Abirrung aber giebt die kleinſte Breite des Sterns, drey Monate nach- ſeiner Conjunction mit der Sonne, und die großte drey Monate zuvor, u. d. g+ mehr, wie Zradlep in ſeinem erſten Aufſaße hiervon(Phi- Jof. Tranſ. 1728. 406 N.) Clatraut(Mem. de Ac. R. 1737.) Simpfon(Mathematical Eſlays Lond. 1740.) Wianfredi(de nouiſlimis circa fixorum ſiderum errores obſeruationibus, it. in Act. inſt. ſcient. Bonon.) Soentes nelle(Hiſt. de'Ac. R. des Sc. 1737.) Durgus(diſl. bi- nae, de aberr. fix. Vpfaliae habitae und Abh. der K. Akad. der Wiſſ. 1750 203 S. der Ueberſ,) u. a. ausführlich er- kläret, und Regeln gegeben haben, wie dieſe Abweichungen, welche die Länge, Breite, gerade Aufſteigung und Abwei- qhung des Sterns ändern, leichte zu berechnen ſind. Euler hat auch unterſuchet,(Mem. de VAc. R. des Sc. de Pruſſe 1746.) wie weit der Gang der Planeten und Kometen da- durch verändert wird, Alle nachgehends gehaltene Beob- achtungen beſtätigen dieſe Theorie.
Nun ſollte ich auch ſuchen, begreiflich zu machen, wie der Gang der Erde um die Sonne, nebſt der allmähligen Fortpflanzung des Lichtes, dieſe Abweichung verurſachen kann 3; dieſes läßt ſich aber nicht bewerkſtelligen, wenn ich mich nicht in größere Weitläuftigkeiten einlaſſen will, als
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