Jahrgang 
Abhandlungen ... auf das Jahr 1743
Seite
271
Einzelbild herunterladen

1

Erinnerung des Ueberſeßers,

Js bediene mich dieſer Gelegenheit, einige Wörter zu er- flären, von denen ich auf die Art, die ich in der Vor- rede zum dritten Bande erzählet habe, keine ſattſame Nach- richt erhalten konnte, Jd) konnte von meinen lebendigen und todten Lehrern nicht überall unterrichtet werden. Denn würde ein Fremder, z. E. Schönbergs Berginformation mit Hülfe eines deutſchen Wörterbuches verſtehen lernen? oder einen von unſern größten hieſigen Deutſchmeiſtern, in Freyberg zum Dollmetſcher brauchen können? Jch bin vor kurzem ſo glücklich geweſen, mit einem ſchwediſchen von Adel befannt zu werder, welcher Frankreich, England, und einen Theil von Deutſchland ſo dur<reiſet hat, wie der ſchwediſche Adel(wollte Gott! daß ich auch ſagen-könnte, wie der deutſche Adel) zu reiſen.pfleget. Er hat die Güte für mich gehabt, verſchiedene, beſonders bey dem Maſchi- nenweſen und Bergbau, gebräuchliche Wörter, mir theils zu verdollmetſchen, theils mich zu verſichern, daß ich ihre Bedeutungen richtig getroffen hätte. Wie viel von meinen hochwohlgebohrnen Herren Landsleuten hätten ihm wol. der- gleichen Gefälligfeit erzeigen können? Jc< will die Ant- wort franzöſiſch ſagen, ſo klingt ſie gleich galanter; doch behalte ich mir vor, die angegebene Zahl etwa noch um x oder 2 zu vermehren:

---- Si je ſais bien compter

11 en eſt juſqu? 4 Trois que je pourrois citer.

Boileau.

Auf der 40. Seite des IV. Bandes kommen die Redensaxr- ten: 1 linda, und i traede, liegen, vor. Die erſte be- deutet, wenn das Feld etliche Jahre unbeſtellt zur Gra- ſung und Viehweide liegen bleibt; die lesßtere, das bey dreyartigem Felde gewöhnliche Bracheliegen.

93. S.