332 Doct. Johaun Moräi Lebensbeſchreib,
„eino Kräfteimehr und. mehr ab;-daß'er gleichſam. vergieng, ZZuleßt verlor unſer geliebter Moräus“ dieſes Leben den'29. 5„Winterm. 1742«-gegen 3 Uhr.des Morgens, in ſeinemGuthe ZSweden bey'Fählun. Den x0. darauf folgenden Chriſt- zmottats ward ſein Leichnammit gehörigen Ehrenbezeügungen Zinder neuen Kirche zu Fahlun begraben.'
„So haben unſers ſeligen Beyſißers, Moräi, Tage'und >Jahre,-nach einer"70jährigen Wanderſchaft auf der Erde „ihr Ende genommen; aber ſein Andenken, ſeine Ehre und Fein-Ruhm, wird dauerhaft ſeyn, und ſich aufsoſein.Ge- „ſchlechte fortpflanzen. ui] :.» Er war von Wachsthum-mittelmäßig, groß, ſtark, HFleiſchigt; gerade.,
;zEr war fromm z das Glüe veränderte ſein:Gemüthe „üchtz3 er'hielt Worte und Zahlung heilig 3 er verſchwendete 5ſein' Gut nicht:
„Er war. ernſtlich. in alle ſeinemWoſen, im Hauſe, rin „Kleidung inder Auffährung, im/Sprechen, im Urtheilen, „Zund in ſeiner“GemüthsSart,
„Er litte keine Flüchtigkeit„Neubegierde, Zärtlichfeit, „Tänveley; und“ Ueberfluß. 2
„Er redete gern von der Gelehrſamfeit/und det'Gelehrten „Arbeiten; las auch gerne derſelben Schriften, beſonders „präctiſche.und"<ymiſehe.
„Er war ein] mechaniſcher Arzt, ein Nachfolger von ZBoerhaven, und hatte viel Erfahrung. Er war unter den „ſchwediſchen Aerzten. ſeiner Zeit-einer/der herzhafteſten und „glülichſten; daher"er auch großen Zugang und viel Ver- „rauen bey ſeiner Praxi hatte.
„Unſere Pflicht iſt geweſen, dieſes der Wahrheit gemäß zu „zexzählen, nicht ſowol des Verſtorbenen Ruhm zu vermehren, „weil ſolcher ohnedem nicht vergeſſen wird, ſondern mehr deß- „wegen, daß des Verſtorbenen Tugend, Gelehrſamkeit, Fleiß, „Geſchilichkeit und Einſicht, den Lebenden zum Vorbilde „zünd zur Aufmunterung diene die kurze Lebenszeit Gott, ſich
„ſelbſt, und dem gemeinen Weſen zu Ehren, Nußen
„und Vortheile anzuwenden.;,
Ende des vierten Bandes,


