Jahrgang 
Abhandlungen ... auf das Jahr 1740
Seite
271
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Gedächtnißmaal. 271

Herr Roſenſten beſaß dieſe für einen Nichter höchſtnö- thige Eigenſchaften vollkommen z; doch, wo es mir, ſo zu re- den, erlaubet: Er beſaß dieſelben in gewiſſer Abſicht zur un- gelegenen Zeit. Denn nachdem die Dänen in Schonen ein- fielen,und die Kriegsfamme ſich innerhalb Schwedens Grän- zen entzündete, war Herr Roſenſten in einer ſo dringenden Reichsnoth bereit, als Richter die einzelnen Beſchwerden an die Seite zu ſeßen, und dagegen die allgemeinen, als Soldat, erleichtern zu helfen. Er wurde auch noch in demſelben Jahre bey des damaligen Oberſten Bennets Regimente Cornet z den 26. Sept, Regimentsquartiermeiſter, 1711, den 6, Nov, Second-Rittmeiſter, und den 14, May 1712 erſter Ritto meiſter bey der Leibcompagnie des beſagten Regiments; wor- inner von des hochſel, Königs Carls Majeſtät den 5. April

715 beſtätiger wurde. Im Jahre 1719 wurdedeſielben, für das Vaterland, bey ſchweren Zeiten, bezeigter Eifer, von Jhro Majeſtät, unſerer ikßtregierenden Königinn, mit dem Adel- ſtande belohnet, und devſelbe 1729 zum Stadtmajor in HSalmſtadt verordnet,

Dieſes iſt kürzlich deſſelben Lebenslauf, in Anſehung ſei- ner dem Reiche geleiſteten Dienſte, Ich will dieſes auf das geſchwindeſte vorbeygehen; indem das Andenken des Herrn Roſenſtens, als unſers Mitbruders, meines Bedünkens, die Akademie etwas näher angehet,

Eine ziemlich ſchwächliche Geſundheit, nebſt einer beſon- dern Luſt zum Landleben, veranlaſſete Herrn Roſenſten jeder- zeit, ſo oft es die Gelegenheit zuließ, ſich von Städten und groſs fen Deſellſchaften abzuſondern, und unſerer erſten Vorältern Handthierung bey dem Pfluge in Ruhe zu gebrauchen. Bey ſeiner Einſamkeit aber vergaß er doch der Menſchen und ſei- ner Pflichten gegen dieſelben niht. Eine leichtere Weiſe das Erdreich zu warten, und deſſen Trieb aufzumuntern, wurde von ihmnicht zu ſeinem eigenenVortheile verhehlet. Erarbei« tete nicht mit der Unbedachtſamfeit derjenigen, die ſich auf eine alte Gewohnheit gründen, und ſich darunter ſchüßen, ſondern als ein weiſer Mann, der auf alles aufmerkſam iſt, u.) erfor»