Der
nieder HNüseE
Ein kleiner Beitrag zur Kenntnifs der bunten Sandstein- und älteren Flötzgyps- Formation.
Vom
Herrn General-Inspektor Dr. HAUSMANN zu Cassel.
De Tieder Hügel erhebt sich zu unbedeutender Höhe zwei Stunden südlich von Braunschweig und eine Stunde nord- westlich von Wolfenbüttel, am linken Ufer der Ocker; und verdankt einem, an seinem südwestlichen Fulse gelegenen, Dorfe seinen Namen. Er hat eine ziemlich gleiche Ausdehnung naclı allen Himmelsgegenden und auch ein ziemlich gleichmälsiges Ver- flächen. Seine Oberfläche wird durch eine Menge grabenähnlicher Vertiefungen uneben gemacht, an denen man die Spuren ehemali- ger Steinbrüche erkennt, deren Inneres aber die Vegetation be- deckte. Die gröfste dieser Vertiefungen gleicht einem Thale, wel- ches den Hügel von Mitternacht gegen Mittag durchschneidet. Ein schmaler Ficken, der die Seitenwände der: Vertiefung verbindet, scheidet dieselbe in zwei ziemlich gleiche Theile und bildet den
hıohen Stofs eines Steinbruchs, der noch jetzt im nördlichen Theile der thalähnlichen Vertiefuug im Betriebe ist. An dem einige Lach-
ter hohen Stofse und der westlichen Seitenwand des Steinbruchs sieht man das Gestein des Tieder Hügels entblölst; dort im Profile, hier, nach seinem Streichen. Es ist ein Sandsteinschiefer, wel- cher Lager von dichtem Kalkstein und Roogenstein einschlielst;—
gtieselbe Masse, welche eine halbe Stunde nördlich von Braun- IL Annal, d. W, G. 1


