38 I. Anweiſung zur Bienenzucht
erbrüten die( Mares) Männlein in kleinen Zellen, fie
degradiren die präformirten weiblichen Eyer, ſie erhöhen
ſie auch bey gewiſſen Vorfällen wieder, Sie ſetzen die
wahren Drohneneyer in Zellen, die ihrer Größe ange?
meſſen ſind,== und nur in weiſelloſen StöFen ſollten
die Bienen die Kenntniß der Eyer verlieren? Sie ſollten
die ihnen bekannte Drohneneyer zu Mißgeburten erbrüs
ten?=- Dieſes läßt ſich mit dem übrigen Betragen der
Bienen nicht reimen; der Königin Abweſenheit kann ſie
wohl muthlos machen, aber ſie nicht ihres Inſtinkts bee rauben. Z< vermuthe daher, daß die Bienen durch die
Größe der Eyer( die von einem kleinen Vater und eben
ſolcher Mutter ſind) getäuſcht werden; ſie glauben männs liche Arbeiter zu erbrüten, und ſehen die kleinen Drohnen
zum Vorſchein kommen, Betrachtet man dieſe genau, fs
wird man eine große Munterkeit an ihnen gewahr; ſols <e muß einem Bienenkenner nothwendig auf andere Väs ter(die männlichen Arbeiter). als die großen Drohnen, führen.
Aus meinen in der Kürze erklärten Generationsta? bellen ziehe ich folgende vortheilhafte Schlüſſe für die praktiſche Bienenzucht:
A. Ein Bienenſto>, der unſre Erwartung erföllen ſoll, muß eine geſunde Königin, einen großen Theil Ars beitsbienen, und eine mäßige Anzahl Drohnen haben.
B. Das


