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welche den Bergbau befoͤrdern. 15
Gange am Treibſchachtſtoß, oder nach Befinden am Fahrſchachtſtoß, mittelſt eines Umbruchs im Liegenden, und wegen beſorgenden Waſſeraufgangs 1, 2 bis 5 und mehr Lachter uͤber dem Geſenke angeſetzet, damit im Fall etwas an der Kunſt zu pepariren iſt, oder das Waſſer im Geſenke aufgehet, die Arbeiter vor dem Ort nicht vertrieben werden moͤgen, wie doch geſchehen wuͤrde, wenn man die Oerter ſogleich an der Sohle anſezte.
Es wird aber ein Suchort? Lachter weit, und, wenn das Gebuͤrge feſt iſt, 1 Lachter oder 1 ½ Lachter, wegen der Wetter, hoch genommen, mit Gezaͤh, wenn es ſich damit zwingen laͤßt, oder mit ſchraͤmen angefangen, mit bohren und ſchieſſen verfolget, und, nach der Beſchaffenheit des Geſteins, mit halben oder ganzen Ge⸗ zimmer, ſtarken Thuͤrſtoͤcken und Kappen, auch, wo es noͤthig, mit Pfaͤhlen wie ein Stollen verwahret. Wird aber ein Suchort im Anſetzen I ½ oder 2 Lachter hoch, und 2, 23 bis 3 Lachter weit genommen: So wird es mit Anpfaͤhlen und Stempeln verzimmert. Solches iſt und heiſſet das Fuͤllort, welches mit dem Schachte gleich weit iſt. Nach demſelben laͤuft die Foerſt oder Sohle hangend oder liegend an, und wird enger genommen, bis 1 Lachter hoch, und bis ¾ Lach⸗ ter weit, bis etwa Erz getroffen wird, worauf alsdenn der Bau wieder, nachdem die Erze ſich ausbreiten und in die Hoͤhe ſetzen, hoͤher und weiter gefuͤhret wird. Zur Ausfoderung des Bergs und Erzes wird der mittlere Strebſtempel im Treib⸗ ſchachtſtoß weggenommen, daß ein Mann dadurch kommen kann, der Schacht da⸗ ſelbſt zugebuͤhnet, und Berg nebſt Erz vom Fuͤllort in die Tonne geſtuͤrzet.
§. 13.
Wird im Schachte vor Anſetzung eines Suchorts Erz getroffen: So wird, um einen Grubenbau anzulegen, ein Feldort im Schachte eben ſo angeſetzet, und, wenn die Erze im Hangenden etwa 4 Lachter weit, und 1 ½ bis 2 Lachter hoch weg⸗ genommen worden, das Hangende, wenn es nicht feſt iſt, ſofort mit Anpfaͤhlen und Streben verwahret. Iſt man im Liegenden nachgefolget, daß der Gang 14 Lachter weit, I4 bis 2 Lachter hoch, und 3 Lachter lang worden: So nimmt man die Holzverwahrung wieder weg, und hauet gleich uͤber der Sohle im Liegen⸗ gen Buͤhnloͤcher, etwa 2 Fuß ins Gevierte, 6 oder mehr Zoll tief/ auch nach den Umſtaͤnden und der Feſtigkeit des Geſteins, 3 Fuß bis 40 und mehr Zoll von ein⸗ ander. In dieſelbe werden Stempel von 6 bis 9 ſpaͤnnigem Holze geleget, das andere eine Schar habende Ende wird gegen das Hangende aufgefuͤhret, und ge⸗ gen die ſchon ſtehenden 5, 6bis 7 ſpaͤnnigen Anpfaͤhle, die von geſpaltenem oder run⸗ dem an einer Seite zum Anliegen beſchlagenen Holze ſind, geſetzet, Fig. I. und werden die Stempel von oben nieder an die Anpfaͤhle getrieben. Bey zwey Lach⸗ ter Weitung koͤnnen ſie in das Mittel der Anpfaͤhle kommen; iſt aber die Wei⸗ tung groͤßer: So werden die Stempel hoher an die Anpfaͤhle geſetzet. Sie muͤf ſen aber alle gleich hoch an die Anpfaͤhle treten, damit die Zuleghoͤlzer feſte darauf liegen, zu welchem Ende die Hoͤhe unter dem erſten oder vorher ſtehenden Anpfahl wo der Stempel anliegt, und auch die Hoͤhe der Schar an dem Stempel abgemeſ⸗ ſen, und die Schar des folgenden Stempels darnach geſchnitten wird. Iſt im Hangenden, wo die Anpfaͤhle hingeſetzet werden muͤſſen, ein Loch oder Hoͤhlung, daß ſie an das Gebuͤrge nicht recht anpaſſen: So werden ſie daſelbſt mit Pfaͤnd⸗ holz ausgefuͤllet. Iſt das Hangende nicht feſte: So wird daſſelbe erſt mit 9 ſchu⸗ higten Pfaͤhlen verwahret, davor die Anpfaͤhle geſetzet werden. Durch dieſen Holz⸗ bau wird das Hangende verwahret.
D 2§. 14.
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Tab. III.


