Teil eines Werkes 
Zweyter Theil (1763) Von denen Maschinen und Hülfs-Mitteln, welche den Bergbau befördern
Entstehung
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10 II. Th. II. Cap. Von denen Maſchinen und Huͤlfsmitteln,

6) Haͤethoͤlzer(Haupthölzer) ſind von 6 ſpaͤnnigen Staͤmmen die Spitzen, oder ſolchen gleichende Stammhoͤlzer, und werden am Tage zwiſchen die Hauptjo⸗ cher uͤber die Ruͤſtbaͤume, und im Schacht zwiſchen denſelben uͤber die Trag⸗ ſtempel geleget. r.

7) Wandruthen, ſind Hoͤlzer, die im Hangenden und Liegenden in beyden Schachtſtoͤßen, und zwiſchen dem Fahr⸗ und Treibſchacht vor die Joͤcher ſtehend geſetzet werden. Die in den Stoͤßen ſind kleine von einem Tragſtempel zum an⸗ dern, und die Spitzen von 6 ſpaͤnnigem Holze. Die zwiſchen dem Fahr⸗ und Treib⸗ ſchachte ſind große, 3 ½ Lachter lang, und die Hauptwandruthen 10, 11 bis 12 ſpaͤn⸗ nig, und werden wie die kleinen auf 8 Zoll bis ein Spann, zum geraden Vorliegen vor den Joͤchern, beſchlagen.

8) Strebſtempel ſind von 6 ſpaͤnnigen Hoͤlzern die Spitzen, welche zwi⸗ ſchen die Wandruthen geſetzet werden, um vermittelſt derſelben die Joͤcher von kinander 8 elten ſind Hil c

9) Fuͤllbaͤume, ſind Hoͤlzer, von etwa 5 Spann, welche uͤber das Haupt⸗ gevierte des Schachts geleget werden. 3 Baud

10) Dumpholz, ſind vierkantige 7 bis 8 zollige Balken, woran die Schacht⸗ ſtangen angenagelt werden.

11) Schachtſtangen, ſind ſtarke 3 bis 34 Lachter lange Stangen, welche im Liegenden im Schachte herunter geſetzet werden, worauf die Tonnen auf⸗und

niedergehen. Sie werden in große oder Haupt⸗ und kleine Stangen abgetheilet.

3§. 5.

Wie der Ein Schacht ſiehet in ſeinem Hauptgezimmer, welches aus den Ruͤſtbaͤumen, Schadt gebau⸗ oberſten und folgenden Hauptgevieren, Tragſtempeln mit den Anpfaͤhlen, Wandru⸗ T⸗. II. then und Strebſtempeln beſteht, aus, wie Fig. I. in ſeinem vollen Gezimmer aber, ohne die Pfaͤhle und Hinterpfaͤnnige, wie Fig. II. zeiget. In beyden Figu⸗ ren ſind a. die Ruͤſtbaͤume, b. die Hauptjoͤcher, c. die Haͤethoͤlzer, welche 4 Stuͤ⸗ cke das oberſte Hauptgevier ausmachen. In der II. Fig. ſind die oberſten Haͤet⸗ hoͤlzer nicht zu ſehen, weil die Fuͤllbaͤume m. darauf liegen, d. ſind die Tragſtem⸗ pel, e. die Anpfaͤhle, b. und c. wiederum die Hauptjoͤcher und Haͤethölzer zum zweyten Hauptgevier, k. die kleinen Wandruthen, f. die Strebſtempel zwi⸗ ſchen denſelben, h. die großen Wandruthen, g. die Strebſtempel darzwiſchen, n. Fig. II. die Auftragjöcher. Ein ſolcher Schacht wird folgender maßen

vom Tage Stuͤckweiſe, und ſo wie abgeſunken wird, niedergebauet. Zuerſt wird ein feſter Grund geſuchet. Auf denſelben werden zwey, und T b. I. wo ein machtiger und ſchneidiger Gang iſt, drey Ruͤſtbaͤume Fig. I. und II. a a a. nach des Schachts Laͤnge und Abtheilung nach der Waage geleget. Das ſtaͤrkſte Ende derſelben koͤmmt aufs Hangende, und auch wol etwas laͤnger üͤber daſſelbe, als uͤber das Liegende. leber dieſe kommen nach der Schachtsweite zwey 3 ½ Lachter lange Jocher bb. Fig. I. welche an beyden Seiten* Lachter oder 20 Zoll uͤber den Ruͤſtbaͤumen liegen, daß die Enden auf die Ruͤnde derſel⸗ ben ſtoßen. Die Joͤcher werden an den inwendigen Seiten der beyden Schacht⸗ ſtöße ausgekroͤppet. Zwiſchen dieſe Joͤcher kommen die Haͤethoͤlzer Lachter, oder 10 Fuß lang, Fig. II. cc. Dieſe haben Zapfen, womit ſie in die Zapfenloͤ⸗ cher der Joͤcher eingeſetzet und zuſammen getrieben werden, und muͤſſen mit den Ruͤſtbaͤumen gleiche Ruͤndung haben. Dieſe zwey Joͤcher und zwey Haͤethoͤlzer

uͤber den Ruͤſtbaͤumen machen das Hauptgevier.

Tab. I. Von dieſem Hauptgevier heiſt die eine lange Seite, als qr. Fig. II. das

Hangende, wo das Gebuͤrge uͤber die Dohnlaͤge des Ganges gehet, und gegen ie

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