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beiden Seiten das Auge des Osiris, mit angefügtem siderischen Stab und einem anderen Ansatz, dessen Form es sehr zweifelhaft macht, ob eine Thräne, wie bisweilen wirklich der Fall ist(Foung's kierogl. vooab. Nr. 100.), dadurch angezeigt wird. Horapollo erwähnt der Verbindung von Auge und Zunge(I, 27.), Clemens von Auge und Ohr
(Strom. I. V. p. 566.), auch der Vereinigung von Auge und Hand wird gedacht; aber
alle diese treffen nicht zu. Auf einem geschnittenen Steine der Königlichen Sammlung zu Berlin ist ein deutlicher Flügel und eine Hand mit einem Auge verbunden. Visconti hielt tberhaupt das hier vorkommende Zeichen für ein geflügeltes Auge(¶Museo Pio-Clem. II. p. 37.). Allein am meisten Aehnlichkeit scheint mir dieser Ansatz, hier und Tafel XXXIV.. Fig. 1., mit der Form des ägyptischen Steuerruders zu haben, wie es z. B. Tafel XXXIL. Fig. 2. vorkommt. Die Bedeutung kann nicht zweifelhaft seyn; es ist dieselbe, in der bei den Griechen und Römern Fortuna das Steuer führt. In der Sonnenscheibe erblickt man, statt des falken- köpfigen Helios(Tafel AXII. Fig. 2.), bisweilen dies Auge mit dem Ruder und dem geboge- nen Stab(Riochardson's travels Bol. I. p. 244.); indem man sehr natirlich die Sonne als das allsehende Auge der Welt betrachtete. Die Wortbedeutung des Namens Osiris(¶u- taroch de Is. et Osir.. 10., àls T⁰* O2 r α, 7⁷ IPI 7⁰ν 5,aA⁴³αν Alpvr rix Vdrroy Qedésros., of. Diodor. I. c. 11. Euseb. Praep. Eoang. I. p. 27.) gab indeſs Anlaſs, das Auge insbesondere zur Hieroglyphe dieses Gottes zu machen. Man rief ihn an, als ruhend in den Armen der Sonne(roν ιν rals Ayxd Aaus eν redνον r°d HAlov, Plutar o h. I. o. 52.), und feierte ein besonderes Fest der Sonnenstäbe(Zaærselas HAv. ibid.). Es ist also das Auge der Vorsehung, ein noch immer gebräuchliches, schönes Symbol.
T afe l, XAXXIIII.
Nimmt man von der grolsen Mumie, Tafel XXXV. und XXXVI., auch den dritten innersten Deckel hinweg, so erblickt man den Todten, eingehüllt wie er hier dargestellt ist. Die Leichentücher sind von röthlicher Farbe, die von Krapp herrühren soll, darüber liegen sehr regelmälsig gelegte, weiſse Binden. Auf der Scheitel sind die Enden derselben mit einem Siegel aus Nilschlamm befestigt. Eine noch unentwickelte Papyrusrolle der Königlichen Sammlung trägt drei kleine Siegel, gleichfalls in Nilschlamm abgedruckt, durch welche ein Faden läuft. Auf der Brust des Todten ruht der heilige Käfer, das Symbol des Phthah und der zeugenden Kraft der Welt, aus Lapislazuli geschnitten, mit goldenen Flügeln. Er hält über sich, wie gewöhnlich, die Sonnenscheibe. Dann sieht man die vier Todtenhorte: Sonne, Mond, Osiris und Anubis, und unter ihnen einen Streifen Hieroglyphen, alles aus stark vergoldetem Schmelz geformt. Das Merkwürdigste ist indeſs das kunstreiche Netz aus blauen Schmelzkorallen, worin die Leiche eingewickelt ist. Eine chemische Analyse derselben findet man oben unter den Beilagen des Herrn Professors John, Seite 337. Wie jeder Gebrauch der Aegypter, hatte auch diese Netzeinwickelung einen mythischen Anlaſs. Auf der bembinischen Tafel erblickt man im untersten Streifen zweimal den Horus, ganz von einem Netze umwunden, das hinten am Halse mit einem
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