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Der rationelle Futterbau : praktische Anleitung für Landwirte und für den Unterricht an landw. Lehranstalten / von F. G. Stebler
Entstehung
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230 Neunzehntes Kapitel. Die Pflege der Naturwieſen.

ſie keine neuen Blattroſetten mehr bilden kann. Die Vertilgung geſchieht ſo müheloſer und ſchneller als durch Ausſtechen.

In der Oſtſchweiz verwendet man mit Vorteil ein 3⸗ bis

Fig. 158. Weinbergslauch, Allium vineale L.

5zinkiges Gerät gleicher Art(Fig. 156).

Ein für den gleichen Zweck be⸗ ſtimmtes Inſtrument iſt derGeißfuß (Fig. 157), eine Gabel mit zwei nahe bei⸗ ſammen ſtehenden Zinken.

Dasſelbe wird ſo angeſetzt, daß der Hals der Roſette zwiſchen die zwei Zinken kommt, dann drückt man den Stiel gegen die Erde. Da dieſer am untern Ende eine Stütze hat, ſo werden die Zähne in die Höhe gedrückt und mit ihr die erfaßte Pflanze aus dem Boden gehoben. Der Geißfuß wird zur Vertilgung aller Art Pflanzen mit roſettenartigen Wurzelblättern benutzt. Die zwei Zinken werden, je nach der Beſchaffenheit des Wurzelſtockes, mehr oder weniger lang gemacht, mehr oder weniger gekrümmt, mehr oder weniger weit voneinander entfernt; auch der Stiel wird nach Bedarf verlängert und der Unterſatz vergrößert.

Der Weinbergslauch. Eine Wieſenpflanze, welche im frühen Frühling in Baumgärten und Hofſtatten im Raſen

oft in großer Menge auftritt, iſt der Wein⸗

bergslauch(Allium vineale) oder wilder Schnittlauch genannt(Fig. 158). Mit dem

Gras den Kühen verabreicht, gibt er der Milch einen Knoblauchgeruch, gleich wie der Schnittlauch der Alpen und der Bärenlauch. Auch dem Fleiſch der Tiere ſelber wird ein unangenehmer Geſchmack ver⸗

liehen.

Der Weinbergslauch, der in den Wieſen ſelten blüht, ſondern nur dichte Büſche bildet, hat in der Erde zahlreiche Zwiebeln, wes⸗

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