Weinberge. 171
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wenn der Stickſtoff ausſchließlich in Form von Natron⸗ ſalpeter oder Ammoniakſalz gegeben wurde. Beidüngung von Stallmiſt hat ſich als unentbehrlich erwieſen. Die Erfahrung der Weinbaupraxis geht ja auch allgemein da⸗ hin, daß der Stallmiſt auf Weinbergen, ganz beſonders für Neuanlagen, nicht entbehrt werden kann. Der hier und da gegebene Rat, an Stelle des oft ſehr teuer kommenden und mühſam anzuwendenden Stallmiſtes ausſchließlich die billigeren Handelsdünger zu verwenden, hat wenig Gehör bei den Weinbauern gefunden, und auf Grund unſerer Ar⸗ beiten muß ich ſagen, daß die Weinbaupraxis ſehr wahr⸗ ſcheinlich recht hat, wenn ſie dem Stallmiſt einen ganz be⸗
ſonderen Wert für die Düngung der Weinberge zuerkennt.
Es ſcheint nicht unmöglich zu ſein, daß die ausnehmend ſtarke Stallmiſtdüngung, die man dem Weinberg oft gibt und die dem Weinſtock viel mehr Kali und Phosphorſäure zuführt, als er verarbeiten kann, trotz dieſes Umſtandes noch nicht als unrationell angeſehen werden darf. Es ſcheint die Möglichkeit vorzuliegen, daß man durch Stall⸗ miſt Agentien in den Boden bringt, die für die Entwicke⸗ lung des Weinſtockes von ganz beſonderer Bedeutung ſind. Weiteres über dieſe Frage bleibt der Forſchung vor⸗
behalten.


