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Anwendung künstlicher Düngemittel / Paul Wagner
Entstehung
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mehl mit 61% e, Poudrette mit 7 ½%, Ledermehl mit

7%, Wollſtaub mit 3% Stickſtoff. Zu dieſen iſt kürzlich

noch ein neuer Stickſtoffdünger, das Rehmsdorfer Stickſtoffdüngemehl, getreten. Aus tieriſchen Ab⸗ fällen, Haut, Haaren, Knochen, Blut, Leder ſtellt der Ver⸗

ein chemiſcher Fabriken, Rehmsdorf(Provinz Sachſen) ein

Düngemittel her, das 89% Stickſtoff enthält und das

ſeither in Amerika Abnehmer gefunden hat, ſeit Kriegs⸗ ausbruch aber in Deutſchland vertrieben wird. Wir haben mit dieſem Düngemittel Gefäßverſuche ausgeführt und haben dabei gefunden, daß man, um diejenige Düngewir⸗ kung zu erhalten, die durch je 1 kg Ammoniakſtickſtoff aus⸗ geübt wird, 2 kg des im Rehmsdorfer Düngemehl ent⸗ haltenen Stickſtoffs in den Boden bringen muß. Genau das gleiche hat auch Gerlach gefunden. Für den Stick⸗ ſtoff der übrigen organiſchen Düngemittel kann man, wenn man den Düngewert des Salpeterſtickſtoffs= 100 ſetzt, folgende Werte annehmen:

Für den Stickſtoff im Peruguano 75 80 Hornmehl und Blutmehl 70 75 Fleiſchdüngemehl, Kadaver⸗ mehl, Fiſchmehl, Rizinus⸗

7* 77 71

* 1 77

mehl, Poudrette 60 70 e 3Knochenmehl 55 60 ; 29 Wollſtaub 25 Ledermehl 10

Der geeignetſte Boden für die Verwendung der orga⸗ niſchen Stickſtoffdüngemittel iſt der Sandboden, und man woeendet ſie am beſten bei der Frühjahrsbeſtellung an.

Schneidewind fand, daß bei einer Herbſtdüngung von 30 ke Fleiſchdüngerſtickſtoff in den Jahren 1910, 1911 und 1912 ein Mehrertrag von nur 1,18 d2, 1,01 dz und 1,63 d⸗