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Anwendung künstlicher Düngemittel / Paul Wagner
Entstehung
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Die Phosphorſäuredüngung.

Nach welchen Grundſätzen iſt die Stärke der Phosphor⸗ ſäuredüngung zu bemeſſen?

Schon auf S. 37 dieſer Schrift habe ich geſagt, daß die Düngung, die einem phosphorſäurearmen Boden zu geben iſt, nicht einfach nach dem durch Rechnung ſich er⸗ gebenden Bedarf der zu bauenden Kulturpflanze bemeſſen werden darf. Für die Erzeugung von beiſpielsweiſe 10 dz Gerſtekörner ſind rund 12 kg Phosphorſäure nötig. Die Düngung aber muß, wenn der Boden arm iſt, das Fünf⸗ bis Acht⸗ bis Zehnfache betragen. Die Phosphorſäure iſt ſchwer beweglich im Boden; ſie kommt der Pflanzenwur⸗ zel nicht entgegen, ſie folgt nicht dem Lauf des Regen⸗ waſſers, nicht der Zirkulation der Bodenfeuchtigkeit, wie Salpeterſtickſtoff es tut. Das kohlenſäurehaltige Boden⸗ waſſer führt den Pflanzen nicht die ganze Menge an Phos⸗ phorſäure zu, die ſie aufzunehmen haben. Die Pflanzen⸗ wurzeln müſſen die Phosphorſäure aufſuchen, ſie müſſen in

direkte Berührung mit den Phosphaten treten, der ſaure

Saft der Wurzel muß Phosphorſäure löſen, und daraus ergibt ſich, daß der Boden in nicht zu großer Verdünnung die Phosphate enthalten darf. Er muß einen größeren Vorrat leicht aufnehmbarer Phosphorſäure den Pflanzen bieten, wenn Höchſterträge erzielt werden ſollen. Den Pflanzen muß es möglich ſein, innerhalb kurzer Zeit⸗ abſchnitte viel Phosphorſäure aufzunehmen. Wirtſchaftet