Die Beſchaffenheit des Verſuchsfeldes. 33
ſultate geben. Ein Feldſtück von etwa 24 a, das in 24 unter ſich gleich beſchaffene Parzellen geteilt werden kann, iſt ohne Schwierigkeit zu finden. Die Arbeit des Ab⸗ wiegens, Miſchens und Ausſtreuens der Düngemittel, der getrennten Erntenahme, der Feſtſtellung des Erntegewichts uſw. iſt auf kleinen Parzellen viel geringer als auf großen. Auch die Koſten der Düngung ſind dann ſo gering, daß ſie ebenſowenig in Betracht kommen wie der Ausfall des Ertrages auf den nicht oder ungenügend gedüngten
Parzellen.
Selbſtverſtändlich aber iſt, daß jede Düngung in vier bis fünf möglichſt gleichmäßig verteilt liegenden Parzellen vertreten ſein muß.
Die geeignetſte Form der Parzellen iſt die quadra⸗ tiſche; je mehr man ſich von dieſer entfernt, um ſo größer iſt der Fehler, der aus der Berührung mit der Nachbar⸗ parzellen entſtehen kann.
Die Beſchaffenheit des Verſuchsfeldes. 1 Das Verſuchsfeld muß möglichſt horizontal liegen,
möglichſt gleichmäßig in ſeiner Bodenbeſchaffenheit, na⸗
mentlich auch in ſeinen Feuchtigkeitsverhältniſſen ſein, und es iſt bezüglich der Wahl desſelben noch das Folgende zu bemerken.*
Will man prüfen, ob der Ertrag einer beſtimmten Kulturpflanze, ſo wie ſie ſich einreiht in die übliche Frucht⸗ folge der betreffenden Wirtſchaft und wie ſie eintritt in den durch die beſtehende Rotation und Fruchtfolge ge⸗ gebenen Düngungszuſtand des Ackers, zu ſteigern iſt, ſo iſt es ganz ſelbſtverſtändlich, daß für einen etwa mit Rüben auszuführenden Düngungsverſuch derjenige Acker allein geeignet iſt, der dem Plan der Wirtſchaft gemäß in dem betreffenden Jahre mit Rüben beſtellt werden ſoll. Will
Wagner, Düngemittel. Siebente Auflage. 3


