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Der praktische Kleegrasbau : kurz und bündig gefaßte, auf Erfahrung begründete Anleitung zum Kunstfutterbau / von A. Nowacki
Entstehung
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14 Heublumenſaat oder Kleegrasſaat?

Es war mir vor allem darum zu tun, einen nach den Regeln der Kunſt(aber mit Vermeidung aller Künſtelei) ge⸗ bildeten, möglichſt dichten, hohen, ertragreichen und ausdauernden Pflanzenbeſtand herzuſtellen. Die Koſten durften dabei nicht maßgebend ſein; bei Verſuchen, die im all⸗ gemeinen Intereſſe mit öffentlichen Mitteln unternommen werden, kann es auf 100 Fr. mehr oder weniger nicht ankommen.

Hätte ich ſparen wollen, ſo hätte ich namentlich den ſehr teuren Samen des Wieſenfuchsſchwanzes fortlaſſen müſſen, wo⸗ durch die Koſten für die Ausſaat ſich um 132 Fr. vermindert hätten. Ich wollte aber dieſes Gras gern in dem Beſtande haben, und da mir ſeine ſehr geringe Keimfähigkeit bekannt war, ſo blieb mir kein anderer Ausweg, als einen ganzen Berg Samen zu verwenden, in der Hoffnung, daß dann doch wenigſtens etwas zum Vorſchein kommen werde. Aber trotz der unerhört ſtarken Ausſaat(33 kg) und trotz der ſehr günſtigen Witterung im erſten wie im zweiten Jahre war auf der ganzen Parzelle in den erſten drei Jahren keine einzige Wieſenfuchsſchwanzpflanze zu finden. Erſt im vierten Jahre entdeckte ich einige wenige Riſpenähren des genannten Graſes; auf der ganzen Parzelle nicht mehr als drei. Ob dieſe aber aus dem abſichtlich aus⸗ geſtreuten Saatgut herſtammten, blieb zweifelhaft und unwahr⸗ ſcheinlich; denn auf dem nebenan liegenden Schutzſtreifen hatte ſich ohne jedwede Anſaat(zugleich mit 7 anderen Gräſern, 3 Kleearten und 8 Unkräutern) eine größere Zahl von Wieſen⸗ fuchsſchwanzpflanzen wildwachſend eingefunden, als auf der Kleegrasparzelle. Der ſogenannte Samen dieſes Graſes erwies ſich alſo als leere Spreu, und der ganze Betrag dafür war weg⸗ geworfen. Aber trotzdem hat die erſte Parzelle, wie wir nachher ſehen werden, weitaus das günſtigſte Ergebnis, auch in bezug auf den Reinertrag, geliefert.

Zweite Parzelle. Für die II. Parzelle bezog ich eine Kleegrasmiſchung von der Samenhandlung G. Schweizer in Hallau; und zwar wählte ich aus ſeinem Preisverzeichnis vom Januar 1875 die Miſchung III, weil mir dieſe nach der Über⸗ ſchriftfür feuchten und guten tiefgründigen Boden für die auf dem Verſuchsfeld gegebenen Bodenverhältniſſe am beſten zu paſſen ſchien. Herr Schweizer gab in den veröffentlichten Tabellen die Zuſammenſetzung der Miſchungen im einzelnen, ſowie im ganzen, pro Juchart(36 a) berechnet, genau an; auch

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