48 Erſter Teil. Raſſen, Züchtung, Ernährung uſw. des Schafes.
Als Schlüſſel zur Bonitur bei Stammherden für Fleiſch⸗ ſchafe iſt der Bohmſche gut. Er betrachtet nur die Körper⸗ formen, was ja bei Fleiſchſchafen von Bedeutung iſt. Als Wertſtufen nimmt man folgende an:
1= ſehr gut; 2=gut; 3= genügend; 4= ungenügend.
Boniturſchlüſſel.
Widerriſt Länge des Beckens
lonalnag navctu*a*6 a0- bupg
Suopos 8°- ö Schloßweit
Rippenwölbung
Vordere Breite der Knochen⸗ Hintere Beinſtellung Nierenpartie verhältnis Beinſtellung
Beiſpiel einer Bonitur nach Bohm.
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Wahl der Sprung⸗ und Lammzeit.
In manchen Herden hat man die Lammung noch das ganze Jahr hindurch. Von dieſer Lammung iſt abzuraten; ſie bringt verſchiedene Nachteile. Die Wahl der Sprungzeit hat ſich im allgemeinen nach den wirtſchaftlichen Verhältniſſen zu richten. Man unterſcheidet: a) Winterlammung im De⸗
zember und Januar; die Sprungzeit dafür iſt der Juli und
Auguſt; b) Frühjahrslammung im März und April; die Sprungzeit dafür iſt im Oktober und November; c) Sommer⸗ lammung im Juni und Juli; die Sprungzeit dafür iſt der Dezember und Januar.
Bei der Winterlammung erſtarken die Lämmer, ehe ſie zur Weide kommen. Dieſelbe iſt unbedingt vorteilhaft für Stammzüchter, beſonders engliſche, bei denen die Lämmer gleich von Anfang an kräftig genährt werden ſollen. Die Frühjahrslammung iſt jetzt noch gebräuchlich in Deutſchland,
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