Zeugung und Befruchtung. 9
(Brebis de Bourgogne), das normanniſche Schaf(Brebis de Beauvais) und das edle franzöſiſche Schaf(Race roussilonaise). Das ſpaniſche oder Merinoſchaf(Ovis Aries his- panicus rusticus). Die Merinoſchafe tragen wellenförmig gekräuſeltes Woll⸗ haar. Als dieſen Merinoſchafen ſind nun im Laufe der Zeit gezüchtet worden: a) die altſächſiſche oder Elektoral⸗Raſſe; b) die Negretti⸗Raſſe; c) die ſanftwollige Eskurial⸗Raſſe(ſchleſiſches Edelſchaf); d) die deutſche Merinokammwoll⸗Raſſe; e) die franzöſiſche Merinokammwoll⸗Raſſe(Rambouillet); f) das Merino⸗Fleiſchſchaf; g) das württembergiſche Baſtardſchaf(Abb. 4); h) die Kreuzungen der Merino⸗ mit engliſchen Raſſen; i) Border⸗Leiceſter⸗Schaf; k) Diſhley⸗Schaf; ¹) Mele⸗Schaf(Border⸗Leiceſter⸗⸗Merinofleiſchſchaf).
Züchtung des Schafes.
Zeugung und Befruchtung.
Die geſchlechtliche Zeugung des Schafes vollzieht ſich, wie
die der übrigen Säugetiere, durch das regelrechte Zuſammen⸗ wirken der männlichen und weiblichen Geſchlechtsorgane. Der Akt der Begattung bildet die Grundbedingung der Zeugung, das Ei(ovum) muß durch den männlichen Samen(sperma) befruchtet werden. Die Befruchtung vollzieht ſich in der Weiſe, daß der Kopf eines Samenkörperchens(Spermatozoon) mit dem Kern einer Eizelle zur Bildung eines neuen Kernes, des ſogen. Keimkernes, verſchmilzt. Der Ort der Befruchtung iſt der Eileiter; die Samenkörperchen durchwandern den Kör⸗ per und die Hörner des Tragſackes und einen Teil des Ei⸗ leiters bis zur Ampulle, dem mehr geſchlängelten und dem Eierſtock zugekehrten Teil des Eileiters. Das Ei iſt durch Platzen der Graafſchen Follikel frei geworden und wird nun der Gebärmutter zugeführt. Auf dem Wege dorthin trifft es mit dem männlichen Samen zuſammen, und hierbei erfolgt die


