Teil eines Werkes 
1. Bandes, 2. Abtheilung (1839) Specielle Pflanzenproductionslehre
Entstehung
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Tagen wird es wieder abgelaſſen. Man darf die Ueber⸗ ſtauung nicht eher wiederholen, als bis die Wieſe wieder völlig abgetrocknet iſt, und je oͤfter man jene Art der Be⸗ wäſſerung, unter Berückſichtigung dieſer Regel, wiederholt, um ſo kürzere Zeit ſoll das Waſſer auf der Wieſe ſtehen bleiben.

§. 104. Uebertreibunz der Rieſelungs⸗ wie Staube waͤſſerung, die man neben mangelhaftem Abzug des gebrauch⸗ ten Waſſers nur zu häufig findet, erzeugt ein Gras von um ſo ſchlechterer Beſchaffenheit, je mehr durch Boden und Lage, oder auch die Beſchaffenheit des Waſſers ſelbſt, ein vorſichtiger Gebrauch des letztern angezeigt iſt.

V. Düngung der Wieſen.

§. 105. Bei den Wieſen, welche weder durch künſt⸗ liche Bewaͤſſerung, noch durch natuͤrliche Ueberſtroͤmung ei⸗ nen Erſatz für die jährlich abgenommenen Graserndten erhalten, und die auch nicht unter den Pflug genommen werden koͤnnen oder ſollen(§. 15), muß irgend eine Art von Düngung in Anwendung kommen, wenn ihr Ertrag, nach Maaßgabe der ſonſtigen gegebenen Umſtaͤnde, befrie⸗ digend genannt werden ſoll.

Bei bewäſſerten Wieſen, deren Waſſer nicht gerade ſtark mit humoſen Stoffen geſchwängert iſt, erweiſet ſich eine zeitweilige Dün⸗ gung immer lohnend.

§. 106. Die meiſten bei der Landwirthſchaft gebräuch⸗ lichen Dungſtoffe ſind auch für die Wieſen anwendbar, ihr Werth als Wieſendünger ſteht jedoch mit ihrem wirthſchaft⸗ lichen Werthe als Dungſtoff zu andern Zwecken nicht im⸗ mer in gleichem Verhältniſſe. Für die Wieſen beſonders wirkſame und geeignete Dungſtoffe ſind alle Arten von Com⸗ poſt, namentlich der ſtark mit Erde gemengte, Mergel,