Teil eines Werkes 
1. Bandes, 2. Abtheilung (1839) Specielle Pflanzenproductionslehre
Entstehung
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Theil. Dagegen richtet das Austreten zur Unzeit aber auch zeitweiſe wieder großen Schaden auf ſolchen Wieſen an.

S. 96. Zuweilen iſt es thunlich, mit der Ueberſtau⸗ ungsanlage theilweiſe oder durchgängig eine, wenn auch nicht ganz vollkommene Ueberrieſelung, nach den Regeln des ſanften Hangbaues, zu verbinden, wodurch dann bei getruͤb⸗ ten Fluthen im Herbſt und Frühjahre die Vortheile der Stauung erreicht werden, auſſerdem aber mittelſt der Ueber⸗ rieſelung ein Nutzen bezweckt werden kann.

Eine vollkommene Ueberrieſelung iſt wegen des mangelnden zureichenden Gefälles mit der Ueberſtauung nicht zu verbinden; in⸗ deſſen leiſtet deren Verbindung bei nur einigem Gefälle doch ſchon ein Bedeutendes, da man hier immer über ſtarke Waſſermaſſen zu gebieten hat.

Inſtrumente und Werkzeuge.

§. 97. Um die verſchiedenen Arten von Bewäſſerungen auszuführen, darf es an guten Inſtrumenten und Werkzeu⸗ gen dazu nicht fehlen. Auſſer der Waſſerwaage(§. 59) ſind in der Regel beduͤrftig: Setzwaage, Markirſtabe und Pflöcke, Viſirkreuze oder Kreuzviſire(Voyons), Schnuͤre, Wieſen⸗

beil, Wieſenſpaten ꝛc.

Für die Anfertigung langer und doch nur mäßig breiter und tiefer Gräben kann öfters der von Schwerz erfundene und in ſei⸗ nem Werke näher beſchriebene Grabenpflug mit zu Hülfe genom⸗ men werden. Nähere Beſchreibung der zu gebrauchenden Werkzeuge, welche theilweiſe auch bei der Entwäſſerung in Anwendung kommen, findet man in den verſchiedenen bereits angeführten Schriften über den Wieſenbau.

4) Verfahren beim Bewaͤſſern.

§. 98. Daß auf die gute Unterhaltung einer einmal gemachten Bewäſſerungsanlage ſtets Sorgfalt verwendet wer⸗ den muß, wenn der davon beabſichtigte Nutzen auf die Dauer ſich bewaͤhren ſoll, ſpringt von ſelbſt in die Augen. Nament⸗ lich ſollen vor Beginn der Bewäſſerung im Herbſte die ver⸗