Einleitung.
§. 1. Es iſt nicht genug, daß der Landwirth mit den allgemeinen Bedingungen bekannt iſt, unter denen die Gewächſe vegetiren, daß er verſteht, das Feld für ihren Anbau in gelockerten, gereinigten und geduͤngten Zuſtand zu verſetzen, und die Hülfsmittel kennt, welche zur Pflege und zum Gedeihen der Gewächſe im Allgemeinen beitragen; er muß auch, um die Culturgegenſtaͤnde richtig auszuwählen, welche er in der gegebenen Localität mit Nutzen anbauen kann— und damit er von jedem der angebauten Gewächſe einen befriedigenden Ertrag erzielen kann—, die Natur der landwirthſchaftlichen Gewaͤchſe, hinſichtlich des Bodens, des Climas und der Culturart, welche ſie zu einem guten Gedeihen verlangen, genau kennen und eben ſo wohl zu beur⸗ theilen verſtehen, wie hoch der Ertrag im Durchſchnitt ſeyn wird, den er, nach Maßgabe der einwirkenden Umſtaͤnde, davon zu erwarten berechtigt iſt, und welchen Werth dieſer Ertrag hat.
§. 2. Alle dieſe Erforderniſſe umfaßt die Lehre vom ſpeciellen Pflanzenbau; auch begreift dieſelbe eine nähere Kenntniß der verſchiedenen Abarten und Varietaͤten unſerer landwirthſchaftlichen Gewaͤchſe.
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