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Resultate der Versuche über Erzeugung und Gewinnung des Düngers : wie solcher unter bestimmten Verhältnissen aus Futter und Einstreu bei Haltung der Pferde, des Rindviehes und der Schaafe entsteht ; nebst einer Berechnung oder Ausmittelung des Gewichts und Maaßes von denjenigen ländlichen Erzeugnissen, welche zur Ernährung der Thiere und Erzeugung des Düngers am gewöhnlichsten angewandt werden ; desgleichen Versuch zu einer Werths-Vergleichung der vorzüglichsten Ackerbau-Erzeugnisse nach Roggen-Körner-Werth, wie solche ... bei dem Gute Schierau angenommen und berechnet werden / vom Königl. Amts-Rathe Block. Mit einem Vorw. und Anm. vom Staats-Rathe Thaer
Entstehung
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Anmerkungen.

1) Bei Berechnung der Duͤngerarten iſt das Meſſen in einem zuſammengedruͤckten Zuſtande, ſo⸗

wohl bei dem natuͤrlich feuchten, als auch bei dem trockenen Duͤnger geſchehen. Der trockene Duͤnger ward aber, ehe derſelbe gemeſſen wurde, in kleinere Theile gebracht.

2) Bei wiederholter Ausmittelung der Groͤßen von vorſtehenden Gegenſtaͤnden nach ihrem ſpe⸗

3) Das

4) Der

eifiſchen Gewicht, haben ſich zwar ſtets einige Abweichungen gefunden, welches unver⸗ meidlich iſt, indem ſo viele andere Dinge auf Volumen und Gewicht großen Einfluß haben und ich habe daher bei jeder Aasmnittelung den Durchſchnitt der Verſuche ange⸗ nommen⸗.

Kleeheu, nachdem es ganz trocken eingeerntet iſt, zieht wiederum 8 bis 12 p. C. Feuch⸗ tigkeit aus der Atmoſphaͤre an, es wird geſchmeidiger, faͤllt und ſetzt ſich zuſammen und bedarf nun nicht mehr den Raum, den es fruͤher im ganz trocknen Zuſtande be⸗ durfte. Jede andere Frucht, wenn ſolche auch recht trocken eingeerntet iſt, nimmt zwar am Orte, wo ſie aufbewahrt iſt, dennoch wiederum etwas Feuchtigkeit an, jedoch thut dieſes keine andere mir bekannte Frucht in ſo hohem Grade, als der Klee. Ausdruck: zuſammengedruͤckter Zuſtand, iſt zwar ſehr unbeſtimmt, indem eine Sache

mehr oder weniger zuſammengepreßt werden kann, dieſerhalb bemerke ich, daß ich denjeni⸗

gen zuſammengedruͤckten Zuſtand beim Heu und Stroh meine, der da ſtatt findet, wenn große Maſſen eine geraume Zeit, im regulaͤren, aber trocknen Zuſtande uͤbereinanderge⸗ ſchichtet liegen, z. B. der gepreßte Zuſtand, in welchem ſich das Heu befindet, wenn

von ſolchem 100 Centner in Form eines gan gleichſeitigen Wuͤrfels gut eingedruͤckt Mo⸗ nate lang liegen.