uüber den Ertrag und die Erschöpfung der Ernten.
7 meisten Erfahrungen zufolge, noch zu 1, 666(1 ½) annehme; jedoch nur drei Jahre hindurch, weil bei längerm Liegen der Graswuchs nachlälst.
42. Um ein Beispiel dieser Berechnungsart zu geben, nehmen wir einen 4 8 8 sandigen Lehm-, sogenannten Gerstboden an, der, nachdem er der ersten 8
Ernte= 6 Scheffel Roggen gegeben hatte, in der zweiten bei gleicher Be-
4 handlung
drat der ersten Ernte= 36 mit dem Minus der zweiten Ernte dividirt,
= 4, 8, mithin 1, 2 Scheffel weniger geben würde. In das Qua-
giebt den Grad des Reichthums= 30 an, und da die Fruchtbarkeit= 360 seyn muſs(§. 30.), so ergiebt sich der Thätigkeitsgrad= 12. Da wir aber bei beiden Ernten eine gleiche Behandlung, mithin eine Brache annehmen
müssen, welche die Thätigkeit= 1 Grad vermehrte, so ist die natürliche Thatigkeit— 11. ⸗ Er sei erschöpftibis dahin, daſs er noch= 2*½ Scheffel Roggen nach einer
Brache geben könne, also bis 150 Grad Fruchtbarkeit und 12,5 Grad Reichthum.
Wir nennen Thätigkeit T. Reichthum R. 3 Fruchtbarkeit F. Ertrag E. Ausgezogener Nahrungstoff N. Rotation der reinen Dreifelder-Wirthschaft. — 1) Brache T+ 1= 12 R 12, 5 6 Fuder Dünger. .+ 15 2) Roggen T 12. 27/„,5 F==· ö330 E 5,5 Scheffel N 5, 5 — 35 3) Gerste T 11. R 22 F= 242 E 5,76 N 4, 03 . 4) Brache T+ 1= 12— 4, 03 5) Roggen T. 12 R 17,97 F= 215,64 E 3,59 N 3,59. 3—— 3,59
1
6) Hafer T 11. 14,58 F 158,18 E 5, 27 N 2, 64 1
—-— 2, 64 3 bleiben R 11,74
Der Acker hatte also verloren bei dieser Rotation 0, 76 Grad Reichthum.


