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Gegenwärtiger Standpunkt der Theorie über den Ertrag und die Erschöpfung der Ernten im Verhältniss zu der Thätigkeit und dem Reichthum des Bodens / Von Herrn Thaer
(Vorgelesen den 3. Februar 1814)
Entstehung
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uüber den Ertrag und die Erschöpfung der Ernten.

7 meisten Erfahrungen zufolge, noch zu 1, 666(1 ½) annehme; jedoch nur drei Jahre hindurch, weil bei längerm Liegen der Graswuchs nachlälst.

42. Um ein Beispiel dieser Berechnungsart zu geben, nehmen wir einen 4 8 8 sandigen Lehm-, sogenannten Gerstboden an, der, nachdem er der ersten 8

Ernte= 6 Scheffel Roggen gegeben hatte, in der zweiten bei gleicher Be-

4 handlung

drat der ersten Ernte= 36 mit dem Minus der zweiten Ernte dividirt,

= 4, 8, mithin 1, 2 Scheffel weniger geben würde. In das Qua-

giebt den Grad des Reichthums= 30 an, und da die Fruchtbarkeit= 360 seyn muſs(§. 30.), so ergiebt sich der Thätigkeitsgrad= 12. Da wir aber bei beiden Ernten eine gleiche Behandlung, mithin eine Brache annehmen

müssen, welche die Thätigkeit= 1 Grad vermehrte, so ist die natürliche Thatigkeit 11. Er sei erschöpftibis dahin, daſs er noch= 2*½ Scheffel Roggen nach einer

Brache geben könne, also bis 150 Grad Fruchtbarkeit und 12,5 Grad Reichthum.

Wir nennen Thätigkeit T. Reichthum R. 3 Fruchtbarkeit F. Ertrag E. Ausgezogener Nahrungstoff N. Rotation der reinen Dreifelder-Wirthschaft. 1) Brache T+ 1= 12 R 12, 5 6 Fuder Dünger. .+ 15 2) Roggen T 12. 27/,5 F==· ö330 E 5,5 Scheffel N 5, 5 35 3) Gerste T 11. R 22 F= 242 E 5,76 N 4, 03 . 4) Brache T+ 1= 12 4, 03 5) Roggen T. 12 R 17,97 F= 215,64 E 3,59 N 3,59. 3 3,59

1

6) Hafer T 11. 14,58 F 158,18 E 5, 27 N 2, 64 1

- 2, 64 3 bleiben R 11,74

Der Acker hatte also verloren bei dieser Rotation 0, 76 Grad Reichthum.