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In der That iſt auch endlich der gelehrte Bohn in Leipzig/ und faſt um gleiche Zeit Jacob Bar- ner, an ſolche Sache gerathen/ und haben/ wie⸗ wohl nur in geſchriebenen(nemlich von ihnen Collegialiter dictirten) Anweiſungen/ ſo viel zum Grund der Chymiſchen Kunſt⸗Ardeiten beygetragen/ als noch keiner vor ihnen geleiſtet. Und ob gleich nicht beyde gleiche Erfahrung/ in der Arbeit und Handgriffen ſelbſten/ gehabt ha⸗ ben moͤchten/ ſo hat jedoch ſonderlich der erſte einen groſſen und nuͤtzlichen Fleiß an Zuſam⸗ mentragung mancherley ſolcher Erfahrenheiten gewendet/ die bey denen bis dahin vorhande⸗ nen Beſchreibern noch nicht zu finden/ ſondern auß allerhand neueren Anmerckungen zuſamm gefüget worden. Dannenhero es wuͤrcklich Schade iſt/ daß bemeldeter Herr Bohn ſein dictirtes Collegium Chymicum, wie er es ſchon im Jahr 1679. an ſeine Zuhoͤrer gegeben/ nicht entweder alſofort/ oder nach ſolcher Zeit hero/ in Druck gegeben; maſſen es des Rolfink ſeine Chymiam in Artis formam redactam ungleich uͤbertroffen. Doch iſt auch Barners ſeines/ wel⸗ ches zeitlich genug in den Druck gekommen, nicht ſo gar viel geringer zu achten.
Nun war zwar aller dieſer Perſonen/ ſowohl auch noch einiger andern/ die eben nicht ſo auß⸗ fuͤhrlich von Chymiſchen Arbeiten etwas auf⸗ gezeichnet/ angewendeter Fleiß/ undtheils ſelbſt gefuͤhrte/ theils angefuͤhrte und in gute Ordnung ve ſaßte, Beurtheilungen/ Wennunhaͤgigee
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