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Vergleichende Versuche über Schaaffütterung in Beziehung auf Wollertrag : angestellt auf dem Königlichen Amte Petersberg in den vier Wintern 1821 bis 1825 / von C. Caspari
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4, Bei der Schur vom Z0ſten Juni 1824 wog die Lammwoll gewaſchen von 170 Stuͤc

diverſen Laͤmmern, im Nettogewicht 64 Pfd. Alſo vom Stuͤck circea 1220 2ih.

Vierter Verſuch bei der Schaaffuͤtterung 1822 und 1823. 4 Cheils zur Erneuerung des erſten Verſuches uͤber Schaaffuͤtterung, wodurch ermittelt wer⸗ den ſollte, wie eine mehr oder weniger ſtarke Fuͤtterung auf Wollertrag wirke, theils zur Ver⸗ gleichung verſchiedener Fuͤtterungsmittel unter ſich, aber ebenfalls in Beziehung auf Wollgewinn und naͤhrende Kraft, unternahm ich es, im Winter 1822 zu 23 wiederum 100 Stuͤck Erſtlinge, in 5 Partien abgetheilt, auf verſchiedene Weiſe zu fuͤttern. Aus dem ſchon beim erſten Ver⸗

ſuche des vorhergehenden Winters angegebenen Grunde mußte ich jetzt wiederum Erſtlinge zu

dieſer Verſuchsfuͤtterung beſtimmen und waͤhlte dazu 100 Stuͤck aus, die mir in ihrer Figur und Wolle ziemlich gleich zu ſeyn ſchienen. Von ihrer Statur gilt im Ganzen, was ſchon von den fruͤheren bemerkt, ſie waren nicht groß und wieder gar nicht gut in den Winter gekommen,

weil gegen Ende der Weidezeit die Weidenahrung mangelte. Nicht ſelten ſieht man auf guten

Schaͤfereien Jaͤhrlinge von der Groͤße und Staͤrke dieſer Erſtlinge. Uebrigens erſchienen die In⸗

diwiduen unter ſich ziemlich egal. Da die abgeſonderte Fuͤtterung erſt vom 11ten Januar an

begonnen werden konnte, weil ich durch mancherlei Geſchaͤfte bis dahin daran betindert wurde, ſo iſt uͤber die fruͤhere Nahrung dieſer 100 Erſtlinge zu bemerken:

Sie gingen im Herbſt unter dem ſogenannten guͤſten Haufen auf einer Weide, die bei der

anhaltenden Trockniß ſehr knapp geworden war, und lagen bis 24ſten October mit in den Hor⸗ den. Als es wohl 10 12 Tage gelinde gefroren hatte, bekam dieſer guſte Haufen vom 16ten

November an taͤglich Morgens ein Futter Roggenſtroh, etwa ½ Pfd. pro Kopf. Dabei wurde

die gewoͤhnliche Weide fortgeſetzt; vom Sten Decbr. an aber, wo es ſtets anhaltend gelinde Froͤſte

gab, die Roggenſaat beweidet bis zum 15ten Decbr., wo dies des einfallenden Schnee's halber

nicht mehr moͤglich war. Vom 1ſten Decbr. an ward Morgens und Abends Winterſtroh ge⸗ reicht, pro Kopf 1) Roggenſtroh ½ Pfd., 2) Weitzenſtroh 1 Pfd. Vom 1ſten Decbr. an mußte nun die Winterfuͤtterung eintreten und es bekam dann dieſer Schäafhaufen d der aus etwa 220 Stuͤck beſtand, vom 16ten bis Ziſten Decbr.:- Morgens, Weitzenſtroh ½ Pfd.; Mittags, 2 Schfl. Lichel(à etwa 75 u. 150 Pfd.); Apbends, Roggenſtroh 1 Pfd. und vom iſten bis 31ſten Jan: Morgens, Weitzenſtroh 1 Pfd.; Mittags, 2 Schfi Karkoffeln(à 80= 160 Pft.); Abends, Weitzen⸗ auch wohl Roggenſtroh. Am

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