— 19— ü. Aus den vorbeſchriebenen Verſuchen ziehe ich endlich noch dieſe Folgerungen:
5 1) daß, was die Kartoffelfuͤtterung betrifft, 48 Pfd. davon 13 Pfd. oder † Schfl. Hafer 3 in der Nahrungsfaͤhigkeit wohl gleichkommen, aber nicht allen Thieren ſo gleichmaͤßig gut bekommen, als die bemerkte Haferportion;
3 2) daß die Fuͤtterung der 3ten Partie, wobei auf 24 Stuͤck taͤglich 13 Pfd. Hafer und
5 Pfd. Erbſen kamen, zwar gegen die der 4ten Partie, wobei die Erbſen erſpart wur⸗
—6 den, koſtbar, aber wegen des beſſer erhaltenen Zuſtandes der Thiere doch nicht unvor⸗
b theilhaft warz“
h 3) daß aber eine noch ſtaͤrkere Fuͤtterung bei dieſer Art des Viehes, d. h. bei ſo jungen Thieren nicht lohnend ſeyn moͤchte, es ſey denn, daß die Wolle einen ſehr hohen
d Preis erhielte;
1 4) daß eine Fuͤtterung, wie der Ate Schurz ſie erhielt, und wonach auf 24 Stuͤcke taͤglich
3 13 Pfd. oder 4 Mtz. Hafer, 9 ½ Pfd. oder 1 Schfl. Roggenſtrohhaͤckſel, 4 Pfd. Erbs⸗ ſtroh, 4 oder 5 Pfd. halb Gerſten⸗halb Haferſtroh, und 5 oder 6 Pfd. halb Roggen⸗
4 halb Weitzenſtroh, mit etwa 48 Pfd. Waſſer zum Trank und Naßmachen des Haͤckſels
d. kommen, zu genuͤgen ſcheint, und zwar ſelbſt bei ſtaͤrkern Thieren, als die von mir ge⸗
ſe futterten Erſtlinge, indem dieſe wenigſtens von der ihnen gereichten Strohquantitaͤt an⸗
n. ſehnlich, ½— 3½, uͤbrig ließen. Fuͤr ſtarke Hammel oder ſaͤugende Mutterſchaafe moͤchte
d Obiges indeß weder an Qualitaͤt noch Quantitaͤt genug ſeyn, und in beiden Ruͤckſichten
3 doch † hinzugefuͤgt werden muͤſſen. Es macht, wie ſchon oben bemerkt iſt, auf's Stuͤck
taͤglich 1½ Pfd. conſiſtente und 2 Pfd. fluͤſſige Theile. Erſtere ſaͤmmtlich auf Heu redu⸗
3 eirt, ergeben ſich aus:
dh 1) 13 Pfd. Hafer, à 1 Pfd. Heu,......... 234 Pfund Heu⸗
ne 2) 9 ½ ⸗ Rggenhaͤckſel und
ger—— 3, dergl. lang Stroh 6= 1 Pfd beu,. 17895 ⸗
dt 3) 4 ⸗ Erboſtroh, à 1,3= 1 Pfd. Heu,...... 3,0769, ⸗
4) 2 ⸗* Gerſtenſtroh, à 1,5= 1 Pfd. Heu,..... 1,3333 ⸗*
gen 5) 2 ⸗ Haferſtroh, à 1,9= 1 Pfd. Heu,..... 1,0526„ ⸗
var 6) 3 4⸗ Weitzenſtroh, à 5= 1 Pfd. Heu 0,6„⸗—
1s Aus 36 ½ Pfd. Hafer und Stroh in Summa....... 31,3578 Pfd. Heu,
Ar,.. mmithin auf's Stuͤck noch nicht ganz 1 ½ Pfd.;
5) daß die Fuͤtterung von Haͤckſel durch Mengung deſſelben mit Schroot, Getreide und Waſ⸗
ger, t, Dde ſer, ſo wie die Fuͤtterung alles Strohes von Naufen eine bedeutende Stroh⸗Erſparung
gett bewirkt, weil nur wenig davon in den Miſt getreten und vom Viehe nicht durchge⸗
an fereſſen wir; b
6) daß Erbſenfutter vornaͤmlich Fleiſchanſatz, weniger Wollvermehrung bewirkt;


