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Geldſummen in unſere Herzogthuͤmer gefloſſen ſind; daß er folglich dem Einzelnen wie dem Ganzen— dem Staate— von großen, nicht zu verkennenden ¹ Nutzen geweſen iſt; daß alſo ſeine Fortſetzung und wei⸗ tere Verbreitung wohl zu wuͤnſchen ſey. Er findet je⸗ doch, ſelbſt unter einſichtsvollen und ſehr geſcheuten Landwirthen, noch manche Gegner, die behaupten, der Raps werde, des verfuͤhreriſchen augenblick⸗ lichen Gewinnes wegen, gar haͤufig da angebaut, wo ſein Anbau nach richtigen und guten landwirth⸗ ſchaftlichen Grundſätzen nicht zu rechtfertigen ſey. Dar⸗ aus wuͤrden mit der Zeit, fruͤher oder ſpaͤter, nicht zu berechnende Nachtheile entſtehen, und man werde von der langſam und muͤhſeelig erreichten Stuffe einer
beſſern Ackerwirthſchaft allmaͤhlig dermaaßen herabge⸗ ſetzt werden, daß die Nachkommen gerechte Urſache er⸗ hielten den fruͤhern Rapsbau zu verwuͤnſchen. Sie be⸗
gruͤnden dieſe ihre Behauptung, ſo wie uͤberhaupt ihre Abneigung gegen den Rapsbau auf Folgendes:
1. Der Raps ſauge, wie alle Oehlgewaͤchſe, z. B.
Mohn, Hanf, Lein ꝛc. den Boden viel ſtaͤrker aus als Getreide. Vergleichende Verſuche, welche von ſehr ein⸗ ſichtsvollen Landwirthen daruͤber angeſtellt worden waͤ⸗
ren, haͤtten dies außer Zweifel geſetzt. Alles was nun
A ſeit Jahren mit gutem Erfolge geſchehen ſey, den Acker in groͤßere Kraft zu ſetzen, werde jetzt, durch den zu ſehr uͤberhandnehmenden Rapsbau, wieder ruͤckgaͤngig gemacht, und wenn das ſo fortgehe, werde man ſich, in
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