Anbau mehlhaltiger Koͤrner.
So ſchaäͤtzbar auch immer, ſo nuͤtzlich und wenig ent⸗ behrlich alle uͤbrigen kultivirten Pflanzen der menſchlichen Geſellſchaft ſind, ſo ſtehen ſie doch den mehlhaltigen Koͤrnern als Nahrungsmittel nach. Die Kultur dieſer leztern bleibt alſo mit Recht der Mittelpunkt, um welche alle uͤbrigen Ge— genſtaͤnde blos kreiſen; der Hauptzweck, auf den in der Regel ſich alles bei dem Ackerbau beziehen muß. Man theilt ſie in Halm⸗- und Schotenfruͤchte, und giebt erſtern vorzugs⸗ weiſe den Namen Getreide.
Außer dem Mehle, als der Mutter des Brodes und der Grundlage ſo vieler Speiſen, gewaͤhren die mehlhaltigen Koͤrner einen weitern nicht genug zu ſchaͤtzenden Vortheil durch die Erzeugung des Strohes, jener herrlichen Subſtanz, durch deren Ruͤckgabe an den Boden die Fruchtbarkeit dieſes leztern unterhalten wird, ohne welches der fortgeſezte Anbau des Getreides einer Wirthſchaft eben ſo nachtheilig werden wuͤrde als ein zu ſtarker Bau der Gewerbspflanzen.
1


