Teil eines Werkes 
Zweites Heft (1829)
Entstehung
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durch auch nur das feſtſtellen, was nunmehr als etwas der Geſchichte Angehoͤriges hinter uns

liegt, obwohl ich mir ſchmeichle, daß die beigebrachten und beizubringenden Reſultate uͤber Pro⸗ duktionskoſten, Wirthſchaftsbedarf und Ueberſchuß noch praktiſche Brauchbarkeit in der naͤchſten

Zukunft haben werden oder doch behalten koͤnnen.

Ich werde zuerſt eine Ueberſicht von einer ziemlich großen Wirthſchaft auf bdenunnten gu⸗

ten Boden liefern, und darauf, um ein Ganzes aus hieſiger Gegend zu geben, auch die Details

einer Wirthſchaft auf Sandboden folgen laſſen, und mit den Reſultaten einer Wirthſchaft auf

gemiſchtem, Mittelboden und den daraus gezogenen Folgerungen ſchließ en. Bevor ich jedoch jetzt

in das Einzelne der erſteren Wirthſchaft eingehe, erlaube ich mir noch bei den Erfolgen einer Wirthſchaft zu verweilen, welche Hinſichts der Groͤße des kultivirten Areals meiner ſchon fruͤher

1 4 abgehandelten Wirthſchaft ſehr aͤhnlich iſt, aber bei einem von dieſer verſchiedenen Betriebe nicht unintereſſante Vergleichungspunkte darbietet.

Ich werde die beizubringenden Beiſpiele mit Buchſtaben bezeichnen, auf welche ich mich kuͤnf⸗

tig mehr beziehen muß, und gebe nun letzterer Wirthſchaft den Buchſtaben B, indem ich das . ſchon in fruͤherer Abhandlung dargelegte Bewirthſchaftungs⸗Beiſpiel als mit A bezeichnet zu be⸗ trachten bitte.

Das nun naͤher zu beſchauende Landgut liegt ziemlich in der Mitte zwiſchen den Staͤdten Magdeburg und Braunſchweig, alſo uͤber fuͤnf Meilen von einem bedeutenden Getreidemarkt. Es hat eine Grundflaͤche von 570 Morgen, wovon

360 Morgen als Gerſtenboden erſter Klaſſe, und auch als Vaaizenboden hie und da, 60. Gerſtenboden zweiter Klaſſe,* 1 125 3 kalter Berg⸗Weizenboden dritter Klaſſe, und 25 4 ² Wieſen guter Beſchaffenheit zu ſchaͤtzen ſind. Was Hut und Trift anbelangt, ſo wird die Grundflaͤche des Guts auch vom Vieh der Kommune betrieben, ſo wie dagegen 1100 Morgen Aecker, 80 Morgen Wieſen der letztern und etwa 45 Morgen Anger auch vom Viehſtande des Guts im Koppel beweidet werden.

Die Lage der Grundſtuͤcke iſt theils eben, theils ſanft geneigt, und ziemlich in der Naͤhe des Gehoͤfts, ihre Bearbeitung im Dreifelderſyſtem, die gewoͤhnliche mit 3 Furchen zur Winterung und 2 bis 3 Furchen zur Sommerung, mit einer Duͤngung ums dritte Jahr und mit der ſonſt uͤblichen Bearbeitung und Beſaͤmung. Daher wurde an Vieh durchſchnittlich bisher gehalten:

1) 10 Ackerpferde, mehrere Fuͤllen zur Zucht und ein Reitpferd; 2) 40 Stuͤck Rindvieh, mit Einſchluß von 15. Stuͤck jungeny guͤſten Viehe; 3) 10 bis 20 Stuͤck Schweine; 4) 300 Stuͤck Schaafe uͤber Winter, welche nur erſt in der Veredlung begriffen ſind. Das Perſonal der Arbeiter beſtand in 14 Domeſtiken, welche in einer gewoͤhnlichen guten Koſt und in einem Jahrlohn von 20 bis 30 Thlrn. anden und in 6 Arbeiterſahnien fuͤr die