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1) Die Qualitaͤten der Merinowollen ſind nichts we⸗ niger als gleichartig, ſondern im Gegentheil ſehr mannig⸗ faltig und weſentlich verſchieden. Dieſe Verſchiedenheit findet ſich nicht nur in verſchiedenen Heerden, ſondern auch unter den Thieren einer und derſelben Schaferei, und ſogar in einem und demſelben Vließe.
2) Ihr Transport iſt leicht, kann ohne Nachtheil fuͤr ihre Qualitaͤt geſchehen, und die Koſten ſind im Verhaͤlt⸗ niß des Werths der Waare ſehr geringe.
3) Das Maaß ihrer Production hat keine feſten Graͤn⸗ zen. Spanien hat laͤngſt aufgehoͤrt, ſie ausſchließlich zu liefern; ſie werden in mehr oder minderem Ueberfluſſe und mit hoͤherem oder geringerem Gewinn faſt in allen europaͤiſchen Laͤndern erzeugt, und ein neuer Welttheil bringt ſchon bedeutende Quantitaͤten hervor.
4) Das Maaß des Bedarfs dieſes Materials laͤßt ſich eben ſo wenig berechnen. Dem erſten Anblick nach ſcheint es der ſich taͤglich vermehrenden Production kaum gleich⸗ kommen zu koͤnnen; jedoch kann man hier keine Graͤnzen feſtſtellen, wenn man bedenkt, daß, wenn der Preis der ſchlechteren Gattungen noch mehr herunterfaͤllt, dieſe Gat⸗ tungen eine unermeßliche Verwendung erhalten werden, indem ſie nun an die Stelle der gemeinen Wollen treten, um ſo mehr, wenn ſich der vermehrende Wohlſtand und mit demſelben die groͤßere Neigung zum Luxus und zum Behaglichen unter alle Claſſen verbreitet, und Millionen Menſchen ihre grobe Kleidung in feineres Tuch umwand⸗ len, und ſo einen ungeheuren Vorbrauch von Merinowolle veranlaſſen. Bevor wir es jedoch wagen, auf jene allge⸗ meinen Grundſätze Wahrſcheinlichkeiten uͤber den kuͤnftigen


