Einige Beiſpiele werden dies erlaͤutern. Zehn Holz⸗ haͤndler ſtellen jeder einen Haufen Buͤchenholz aus, und zehn Kaͤufer finden ſich ein, mit der Abſicht, jeder einen zu kaufen. Es kann einiger Unterſchied in der Qualitaͤt dieſer Waare ſtatt finden, aber im Ganzen iſt er unbedeu⸗ tend und kann dieſe zehn Kaͤufer nicht veranlaſſen, auf einen Haufen dieſes Holzes vor dem andern beſonders zu verfallen; in dem Falle wird jeder Kaͤufer mit jedem Ver— kaͤufer ſeinen Handel abſchließen und das Gleichgewicht der Concurrenz wird ſich ſo erhalten, daß keine Ungleich⸗ heit in dem Marktpreiſe hervorgeht.
Allein, wenn die Frage nicht Holzhaufen, ſondern La⸗ dungen von Weizen betrifft, und daß von den zehnen, die ausgeboten werden, einige eine ſo ſchoͤne Qualitaͤt haben, daß 90 Kilogrammen ſehr gutes Brod aus einem Maaße gebacken werden koͤnnen, wogegen andere nur 60 Kilo— grammen geben wuͤrden, ſo iſt es gewiß, daß die zehn Baͤcker hier in Concurrenz bei dem Kaufe des beſten Korns treten werden; und eine gleiche Concurrenz zum Verkauf wuͤrde unter den Eigenthuͤmern des ſchlechten Korns ent⸗ ſtehen. Dieſes doppelte Verhaͤltniß wird alſo nicht nur den Preis der beſſern Qualitaͤt in die Hoͤhe treiben und den der ſchlechtern herunterbringen, ſondern es wird auch nicht einmal das gehoͤrige Verhaͤltniß des wahren Werths beider Waaren ſich erhalten, und die Ladung des beſten Korns, die nach dem jetzigen Preiſe ungefaͤhr 15 haͤtte gelten muͤſſen, wird nun vielleicht zu 18 verkauft, wo— gegen das ſchlechtere Korn, deſſen wahrer Werth 12 geweſen waͤre, nun wahrſcheinlich auf 10 herabfallen wird.
15*


