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Über Wolle und Schaafzucht / von Vicomte Perault de Jotemps, Fabry und Girod, Gesammt-Eigenthümer der Heerde zu Naz. ; Aus dem Französischen übersetzt und nach dem gegenwärtigen Standpuncte der Woll- und Schaafkenntniss in Deutschland bearbeitet von Albrecht Thaer
Entstehung
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fuͤnf und zwanzig bis dreißig Jahren darauf verwandt hat, alle Thiere ſogleich auszuſtoßen, welche ſich von dem Grade, den man erreichen wollte, entfernten. Man hat in der Nazer Heerde immer die ſchoͤnſten Thiere beider Geſchlechter ausgewaͤhlt und jetzt noch ſchickt man alles, was der Schoͤnheit der uͤbrigen nicht entſpricht, nach einer entfernten Schaͤferei.

Dies iſt ohne Zweifel das Wahre; aber der ſpani⸗ ſche Urſtamm, woraus dieſe Heerde gebildet wurde, war von denen, woraus die Rambouilletter und andre Heer⸗ den entſprangen, wahrſcheinlich verſchieden. Jene war mit der von Perpignan eines Urſprungs. Ich erin⸗ nere an das, was Hr. v. Gasparin von den Abarten der in Frankreich eingefuͤhrten Merinos ſagt:Hin⸗ ſichtlich der Formen und der Staͤrke giebt es einen gro⸗ ßen Unterſchied unter den Merinoſtaͤmmen; man kann ſie jedoch unter zwei Hauptraßen bringen, die ſchwere gedraͤngte Raße(rage trapuc) und die leichte Raße.

Dieſe Racçe trapue, die man in ihrer ganzen Schoͤnheit und Entwickelung zu Rambouillet findet, iſt niedrig auf den Beinen, hat ein ſtarkes Gerippe und anſehnlichen Koͤrper, ſie iſt mit Wolle uͤber die Beine und das ganze Geſicht bedeckt. Das Gewicht des Schaafs iſt zwiſchen 42 und 30 Kiligrammen.

Die leichte Raße findet ſich beſonders zu Perpignan, Croiſſy u. a. Ihr Bau iſt gedehnt, ſie iſt hoch auf den Beinen, welche ſo wie das Geſicht ohne Wolle ſind. Die Heerde von Croiſſy hat die groͤßten und ſchwerſten dieſer Raße, die von Perpignan die kleinſten. Sie iſt geſchickter zur Wanderung und zum Reiſen; ihre Wolle