Rechnet man nun das Fuder 1 Rthl. 12 Gr., als wofuͤr es anzukaufen geweſen waͤre, ſo betraͤgt dies reſp. 5 Rthl. 19 Gr.— 5 Rthl. 19 Gr.— 8 Rthl. 4 Gr. und 7 Rthl. 19 Gr.; es iſt jedoch die nach Meyerſchen Formeln berechnete Quantitaͤt an Miſt nicht erfolgt, ſondern dieſe nach meiner Schaͤtzung zu hoͤchſtens ½,; der Miſtwerth reducirt ſich hiernach auf reſp. 2 Rthl. 21 ¾ Gr.— 4 Rthl. 2 Gr.— 3 Rthl. 21 ¼ Gr., wobei ich nicht in, Abrede ſtellen mag, daß der Duͤnger in ſeiner Qualitaͤt einer Maſſe gewoͤhnlichen Miſtes nach obigen Formeln gleich zu ſchaͤtzen geweſen ſeyn koͤnne. Jedoch behalte ich hier die letzteren, niedrigern Werthsverhaͤltniſſe, um nicht zu viel und unſicheres anzunehmen.
Zur Berechnung des Werths oben ſummirter Winterfuͤtterungs⸗Mittel nehme ich folgende Preiſe an:
1) 52 Pfd. oder 1 Scheffel Hafer, wie fruͤher, 10 Gr.
2) 83 Pfd. oder 1 Scheffel Kartoffeln, geſtrichenes Maaß, Gr. 3 Pf., aber mit den An⸗ fuhrkoſten ꝛc. 4 Gr.
3) 100 Pfd. Heu nach dem Haferpreiſe, 7 Pfd.= 1 Netze Hafer, zu 9 Gr., wegen der Stroherſparung durch ſein groͤßeres Volum aber 12, und mit der Anfuhre 14 Gr.
4) Erbsſtroh, 100⸗Pfd. jetzt in Halle 6 Gr., und mit den Anfuhrkoſten 7 Gr.
5) 100 Pfd. Weitzen⸗ und Roggenſtroh desgl. 7 Gr. Dabei auch Haͤckſelſchneiden pro Scheffel, à 9 Pfd., 3 Pf., alſo pr. Pfd. 4 Pf.
6) 100 Pfd. Gerſtenſtroh jetzt in Halle 5 Gr., und mit den Koſten gelegentlicher An⸗ fuhre 6 Gr.
Dazu kommen noch folgende Ausgaben:
7) Fuͤr das Waſchen, Scheeren, Binden der Wolle, pro Stuͤck 1 Gr., auf einen Schurz von 20 Stuͤck 20 Gr.
8) Fuͤr Verfahren der Wolle ꝛc. pes Stuͤck circa 3 bis 4 Pf., hier auf 20 Stuͤck 6 Gr.
9) Fuͤr Utenſilien pro Stuͤck circa 3 Pf., hier diesmal auf 20 Stuͤck 4 Gr.
10) Fuͤr die Koſt der Schaͤfer dieſes Jahr pro Stuͤck circa 3 Gr., auf 20 Stuͤck 2 Rthl. 12 Gr.
Wollte man das Ganze genau berechnen, ſo wuͤrde noch zu rechnen ſeyn:
11) Auf Riſiko pro Stuͤck 4 bis 5(auch wohl 6) Groſchen, welches in meiner jetzigen Berechnung wegfaͤllt.
12) Auf Zinſen des im Vieh ſteckenden Capitals pro Stuͤck jetzt 3 Gr., ſonſt auch wohl 4 bis 5 Gr. und mehr, nach Umſtaͤnden, wie beim Riſiko. Ich ſchaͤtze jetzt naͤmlich den Verluſt 8 p. C., à 2½ Rthl., macht pro Stuͤck faſt 5 Gr. auf's Riſiko. Eben ſo hoch ſchlage ich nun das Stuͤck bei Berechnung der Zinſen an, und alſo 3 Gr. Zins pro Stuͤck. Endlich
13) fuͤr Sommerweide auf's Stuͤck monatlich 1 Gr. 6 Pf.(auch wohl 2 Gr., jedoch auch zuweilen nur 1 Gr.). Bei groͤßerem Vieh iſt mehr zu rechnen, ſo wie auf fettere,
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