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Vergleichende Versuche über Schaaffütterung in Beziehung auf Wollertrag : angestellt auf dem Königlichen Amte Petersberg in den vier Wintern 1821 bis 1825 / von C. Caspari
Entstehung
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4) Die Bekoͤſtigung dreier Schäͤfer iſt nach den jährlichen Fruchtpreiſen pptr. angeſchlagen.

5) Die Ausgabe: Insgemein, enthaͤlt 1823 und 1824 den Ausgangszoll fuͤr Wolle beim

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Ihre Loͤhnung beſtand in Haltung von Gemeng⸗ und eignem Vieh.

Verkauf außer Landes, ſonſt die dabei vorkommenden Reiſekoſten ꝛc. 6) Die Einnahme fuͤr verkauftes Vieh faͤllt ſehr unbedeutend aus, weil die erſt etablirte Schaͤferei nichts uͤbrig hatte, und theils an altem Merzvieh, theils ſonſt oft viel ver⸗ lor. Schlachtvieh. 7) Die Wollpreiſe waren 1822 bis 1825 reſp.; pr. Stein zu 22 Pfd. 28 Rthl., 19 Rthl., 24 Rchl. und 26 Rthl.; Lammwolle circa die Haͤlfte, wo ſie gewaſchen worden. 8) Die Einnahme fuͤr Felle erhob ſich beim haͤufigen Abgange alter Merzſchaafe ꝛc. hoch. Jaͤhrlinge wurden haͤufig dumm, Erſtlinge zuweilen Traber. 9) Wollte man auch mit einiger Wahrſcheinlichkeit annehmen, daß die Einnahme unter gewoͤhnlichen Umſſtaͤnden ſteigen und Haechne werden koͤnnte: a) fuͤr Vieh⸗Verkauf etwa........ 325 Rthl. b) fuͤr 80 Stein Wolle(von 800 Stuck): à 25 Rthl..... 2000 e) für 3 Stein Lammwolle.............. 35 d) fuͤr Felle(30)..... 40 Alſo im Ganzen von 800 Stuͤck 62 5 Rehir.) zu 2400 ĩ So muͤßte man auch die Ausgabe unter gewoͤhnlichen Umſtaͤnden (wo die Fruchtpreiſe doppelt ſo hoch, als in den letzten Jahren, anzu⸗ ſetzen waͤren, und hoͤher) zu 900 bis 1000 Rthl. berechnen.... 1000 Dann bliebe auf 800 Stuͤck Ueberſchuß 1400 Rthl., alſo nicht viel mehr, als nach dem vorſtehend gezogenen Durchſchnitte der 4 Jahre von 1822 bis 1825, und faſt genau ſo viel, als eine Fraction der letzten 3 Jahre, von 1823 bis 1825(mit 1380 Rthl.), ergiebt. Der Ertrag von 800 Stuͤck moͤchte alſo nicht leicht hoͤher zu bringen ſeyn, scil. im Durchſchnitt mehrerer Jahre. Wo findet man Buͤrgſchaft fuͤr einen guten Viehabſatz? wo fuͤr einen beſtaͤndigen Wollpreis von 25 Rthl. pr. Stein, wie er bisher gezaͤhlt und in dieſer Berechnung auch angenommen worden iſt?* Der Wollgewinn von 800 Sluͤck duͤrfte ſchwerlich uͤber 80 Stein im Durchſchnitt ge⸗ bracht werden koͤnnen bei dieſer Art des Viehes, die zu den kleinen, kurzgeſtapelten, ge⸗ draͤngtwolligen Escurials gehoͤrt, und von den bekannten feinen, aber knappwolligen Heerden zu Dahlen, Boͤrle, Mutſchen, Klipphauſen ꝛc. abſtammt, wo man mit einer Schur von 9 Stein pro 100 Stuͤck ſchon zufrieden iſt. Die Vergleichung der Fuͤtte⸗ rung mit der Schur in den 4 Jahren von 1822 bis 1825 weiſet darauf hin und zeigt, wie wenig letztere von erſteren abhaͤngig iſt. Stellen wir nur 3 Jahre zuſammen, weil

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