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noch faſt 3 Pfd. mehr, und zwar 51 Pfd. 20 cth. lieferte, liegt wohl in zufaͤlligen Umſtaͤn⸗ den und ſcheint ſich durch den Ertrag der 3ten, 5ten und 6ten Partie zu erweiſen. Bringt man das gereichte Stroh nicht weiter in Anſchlag und rechnet es gegen den Werth des erzeug⸗ ten Miſtes, ſo wurden mit 1366 Pfd. Hafer oder 26 ¾ Schfl., à 12 Gr., alſo mit 13 Rthl. 3 Gr. gewonnen 48 ¾ Pfd. Wolle, à 19½ Rthl., alſo— 52 Rthl. 19 Gr. 6 Pf..
Die 3te Partie lieferte nun nicht mehr Wolle, empfing gleichwohl an Koͤrnern(denn das Strohfutter war ziemlich daſſelbe, wie oben) 571 Pfd. Erbſen, oder 5 Schfl. 15 Mtz. (à 28) zu 6 Rthl. 22 Gr. mehr, welche mithin, wenn man den mehr feiſten, guten Zuſtand der Thiere nicht weiter achtet, verloren gingen. Dies laͤßt ſich indeß wohl nicht annehmen und glaube ich, daß die ſo gefuͤtterten Thiere den Werth von 6 Rthl. 22 Gr. durch die Erbſen ſich zu eigen gemacht hatten.. 4 Die 2te Partie empfing noch 5 Schfl. 15 Mtz. Erbſen, oder fuͤr 6 Rthl. 22 Gr. mehr als jene, gab zwar 51 ½ Pfd. Wolle, aber doch nur 2 ½ Pfd. mehr als jene, und dieſe nun zu
2 Rthl. 20 ½ Gr. gerechnet, ließ ſie gegen die 3te Partie 4 Rthl. 1 ¾ Gr., und gegen die 4te vielleicht 10 Rthl. 23 ½ Gr. einbuͤßen.—
Die 1ſte Partie erhielt wiederum fuͤr 6 Rthl. 22 Gr. Erbſen mehr als die letztere, alſo fuͤr 13 Rthl. 20 Gr. mehr als Nr. 3., und fuͤr 20 Rthl. 18 Gr. mehr als Nr. 4., und gab nur 56 Pfo. 10 Lth., oder 4 Pfd. 30 Lth. Wolle mehr als die 2te Partie, und 7 Pfd. 18 Lth. mehr als die 3te und 4te Partie. Dieſe Wolle angeſchlagen zu 1 Rthl. 2 Gr. pr. Pfd., ſo ging verloren gegen die 2te Partie 1 Rthl. 13 Gr. 7 ½ Pf., gegen die 3te Partie 5 Rthl. 15 Gr. 4 ½ Pf⸗, und gegen die 4te Partie, wenn man auch hier den beſſern Zuſtand des Viehes nicht beruͤckſichtigt, 12 Rthl. 13 Gr. 4* Pf. ¹
Die 6te Partie, deren Hauptnahrung in 48 Pfd. Kartoffeln, ſtatt der 13 Pfd. Hafer bei den uͤbrigen, beſtand, war die ſchlechteſte Abtheilung, koſtete an Stroh noch 600 Pfd. mehr
als die 4te, und lieferte doch noch 10 Lth. weniger Wolle, als der bei jener angenommene Ertrag. Waͤre ſie mit Nr. 5. am 1ſten April zur Weide getrieben, ſo wuͤrde ſie noch weniger als letztere Nr. gekoſtet haben, und haͤtte dann, abgeſehen von der ſchlechteren Beſchaffenheit ihrer Individuen, wohl den groͤßten Reinertrag gegeben.
Die 5te Partie war die wohlfeilſte, weil ſie vom 1ſten bis 25ſten April, wo die uͤbrigen
noch im Stalle gefuͤttert wurden, bloß Weidenahrung erhielt. An Stroh conſumirte ſie zwar doch noch circa 50 Pfd. mehr als Nr. 4., weil ſie bis zum 1ſten April davon ſtets mehr als dieſe bekam, aber an Hafer fraß ſie wegen der 25 Weidetage 325 Pfd. oder 6 ¼ Schfl., à 12 Gr., und 63 Pfd. Gerſte, à Schfl. 18 Gr., im Ganzen fuͤr 3 Rthl. 18 Gr. an Koͤrnern weniger, und gab doch noch 22 Lth. Wolle uͤber den oben normirten Ertrag der 4ten Partie. Die 22 Lth. zu 17 Gr. 10 ¼ Pf. angeſchlagen und die Koͤrnererſparung dazu gerechnet, ſo ergiebt ſich, daß ſie um 4 Rthl. 11 Gr. 10 ¼ Pf. vortheilhafter war als Nr. 4.; ob aber die Thiere ſelbſt nicht um etwas ſchlechter, als bei letzterer Nr., laſſe ich dahin geſtellt.
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