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Über große und kleine Wirthschaften und über Werthschätzung des Bodens / von A. Thaer
Entstehung
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an Folgen, die wegen ihrer Wichtigkeit die groͤßte

Beherzigung verdienen. Ich erlaube mir, meine Anſichten davon an den Tag zu legen.

1) Da es wahr iſt, daß in großen Wirth⸗ ſchaften mit weniger arbeitenden Kraͤften und ge⸗ ringerer Anſtrengung mehr ausgerichtet werden kann b): ſo muß, deucht mir, es auch wahr ſeyn,

verſchiedenen Gelegenheiten uͤber die Vortheile der ei⸗ nen oder der andern geaͤußert hatte. Der Staat muß die widernatuͤrlichen Hinderniſſe entfernen, die dem Entſtehen der einen oder der andern entgegen ſind; dann aber dieſes Entſtehen und Vergehen dem natuͤrlichen Laufe der Dinge uͤberlaſſen, weil nur dadurch das beſte und zweckmaͤßigſte Verhaͤltniß hervorgehen kann. Wer das Ganze lieſet, wird einſehen, daß ich die großen Wirthſchaften nur gegen den Abbé Man vertheidigt habe, der ſie zu unbedingt herabwuͤrdigt, ohne darum die Vortheile der kleinen zu verkennen, und gewiſſer⸗ maaßen vorausſetze, daß man das geleſen habe oder wiſſe, was dieſer Schriftſteller fuͤr die kleinen Wirth⸗ ſchaften geſagt hat. Ich muß nach meiner Ueberzeu⸗ gung die großen und die kleinen Wirthſchaften gegen ihre Gegner und gegen einſeitige Gruͤnde vertheidigen,

weil ich ſie beide nach den Umſtaͤnden fuͤr vortheilhaft

halte, und nicht nur glaube, daß ſie mit und neben⸗ einander ſehr gut beſtehen, ſondern auch ſich ſehr wohl⸗ thatig unterſtuͤtzen koͤnnen. D. H.

b) Es kann wohl; aber ob es wirklich geſchieht,