Teil eines Werkes 
Reg (1804) Alphabetisch geordnetes Sachregister über Thaers Einleitung ...
Entstehung
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XXXIV

neuen Leiceſter⸗ oder Diſhle yſchen Art enthalten. Backewell brachte dies Vieh zu einer betraͤchtlichern Groͤße, beſonders in Anſehung der Laͤnge und Breite des Rumpfs, verkleinerte aber Kopf, Hals und Beine. Er machte den Ruͤckgrad gerader und ebener. Beſonders aber brachte er eine ganz verſchiedene Form des Ruͤckens und der Woͤlbung des Gerippes hervor. Dies konnte in der Seiten⸗Anſicht nur durch Schattirung dargeſtellet werden. Durch das auf den Ruͤcken fallende Licht hat der Zeichner den breiten Rük⸗ ken, dann die winklicht abfallende, minder gewoͤlbte Ge⸗ ſtalt der Seiten angedeutet. Bey der hier abgebildeten Kuh war die Breite von dem Mittelpuncte eines Huͤftkno⸗ chens zum andern 2 Fuß 3 Zoll, und die Laͤnge von den Huͤftknochen bis zum aͤuſſerſten Puncte des Hintern 2 Fuß 4 Zoll engl. Dies ſind naͤmlich die beiden wichtigſten Puncte, worauf bey dem Ausmeſſen des Rindviehes Ruͤck⸗ ſicht genommen wird. Je ſtaͤrker das Verhaͤltniß derſelben gegen die uͤbrige Groͤße des Thiers iſt, um deſto groͤßere Vorzuge hat es als Schlachtvieh.

Nr. V. und VI. zeigen die Herefordſche und die wenig davon abweichende nur im allgemeinen etwas kleinere Devonſche Art. Es fällt gleich in die Augen, daß dieſes Vieh zur Arbeit weit mehr geeignet und in die⸗ ſer Hinſicht beſſer wie das Backewellſche gebauet ſey. Seine Hauptſtaͤrke liegt in den Vordertheilen, die aber minder ſchaͤtzbar für den Schlachter ſind, wie der breite Ruͤcken und die Hintertheile jener Art.

Dieſe Beyſpiele werden genug ſeyn, um dasſenige, was ich uͤber die Grundſaͤtze der engliſchen Viehzuͤchter in Anſehung der aͤuſſern Form des Rindviehes geſagt habe, ins Licht zu ſetzen.

Die Abbildungen der Schaafe.

Nr. VII. zeigt das engliſche Heidſchaf, welches mit den Heidſchnucken im Luͤneburgſchen urſpruͤnglich wol glei⸗ ches Stammes zu ſeyn ſcheint, jedoch groͤßer iſt, als dieſe ganz verwahrloſeten Thiere zu ſeyn pflegen.

Nr. VIII.