Teil eines Werkes 
1 (1804) Essays on agriculture
Entstehung
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59 dorben iſt. Bey uns ſagt man noch: wenn der Bauer nicht muß, ſo rührt er weder Hand noch Fuß, und ſonach muß er in den allerkümmerlichſten Umſtänden ſeyn, um Getreide zu pryduriren. Der Verfaſſer giebt ſich die Mühe, ſolche Meynungen ganz ernſthaft zu widerlegen. Aber werden Leute, die ſo etwas hervor⸗ bringen, wohl irgend einen vernünfligen Grund ein⸗ fehen können oder wollen 2.

Ich will nur einige Umſtände und Bemerkungen des Verf, die nicht klar genug, zum Theil aber auch nicht ganz richtig ſcheinen, ausheben.

Das alte Grasland umzubrechen hält er nicht für rathſam und vortheilhaft. Unter altem Graslande verſteht der Engländer nicht unkultivirte vernach⸗ läſſigte, gewöhnlich gemeinſchaftliche Aenger, ſondern reiche fette Weiden, die in den Marſchgegenden und fruchtbaren Thälern liegen, dann die großen Raſen⸗ plätze in den Parcks und um die Wohnſitze der Reichen und Vornehmen, die ein beſonderer Stolz und die größte Naturſchönheit der Engländer ſind. Ohner⸗ achtet der Ertkag ſolches alten Graslandes, wenn es mit Getreide beſtellet wird, außerordentlicht iſt, und eine erſtaunliche Pacht 6 bis 10 Pfund vom engliſchen Acker giebt, ſo iſt der Verfaſſer doch dagegen. Er meint, mit dem Aufbruche dieſes Graſes würde die Hauptſchönheit Englands zerſtört ſeyn, die reichen Gutsbeſitzer würden das Land völlig verlaſſen und ſich in die Städte begeben, der Verluſt an bhieriſchen