Teil eines Werkes 
2. Bandes, 2. Abtheilung (1834) Die landwirthschaftliche Betriebslehre
Entstehung
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1,8 bis 2,2 Centner Miſt(ſ.§§. 262, 263) erhalten wer⸗ den. Hiernach wird dann berechnet, was der Miſt aus einem Centner Trockenfutter(das Futterſtroh nur zur Haͤlfte angenommen) koſtet, und zu dieſem Preiße wird der Miſtwerth des aus dem Futter entſtandenen Duͤngers den betreffenden Vieh⸗Conto's(ſ.§. 477) verguͤtet, dem Miſt⸗Conto alſo zur Laſt geſchrieben. Daſſelbe muß fer⸗ ner das Streuſtroh dem Magazin⸗ Conto(§. 482) zum halben Heupreiß(§. 478) bezahlen und den ſonſtigen di⸗ recten Aufwand fuͤr die Miſtbearbeitung tragen. Das ganze Debet⸗Saldo wird am Ende auf die ausgefahrne Fuder⸗(Centner⸗) Zahl des Miſtes vertheilt, nachdem vorher der Pfuhl(Guͤlle) billig in Anſchlag und Abzug gebracht und nach dem ſich hiebei ergebenden Preiße der Miſt den verſchiedenen Grundſtuͤcken zu Laſt, dem Miſt⸗ Conto zu gut geſchrieben.

Ein Fuder Miſt von 24 Centner ſey z. B. in der Gegend, zu mäßigem Anſchlage, 2 fl. werth, oder dafür zu kaufen; hiezu ſind etwa 12 Centner Heuwerth und Streu erforderlich geweſen, alſo iſt der Miſtwerth vom Centner Heufutter 10 kr. War nun die Nutzung des Heu's bei der Viehhaltung 40 kr., ſo iſt alſo der Heupreiß 50 kr., der Strohpreiß 25 kr., womit die Zahlen für die Anſchläge des Futters, des Futter⸗ und Streuſtrohes und des Miſtnutzens aus dem Futter ausgemittelt ſeyn würden. Welche Mängel auch dieſe Methode noch haben möge, ſo ziehe ich ſie doch der von Thär, wo⸗ nach ein fixer Miſtpreiß ein⸗ für allemal angenommen wird, ſo wie der von Freiherrn von Varnbühler(ſ. deſſen Beitrag zur Keunt⸗ niß der neueſten Grundſätze der Landwirthſchaft, Stuttgart 1812) vor, wonach das Deſicit der Vieh⸗Conto's, welchen das Futter zum Marktpreiße debitirt worden, dem Miſt⸗Conto zu Laſt gebucht wird(ſ.§. 478).

Der Schafmiſt muß wegen ſeines höheren Werthes um ½ bis ½ höher, als der Rindviehmiſt angeſchlagen werden(§. 262). Der Pferch kann nach mäßigem Anſchlage der Schäferey direct zu gut und dem Felde zu Laſt geſchrieben werden. Wo Kompoſt im Grö ßeren gemacht wird, kann man ein eigenes Kompoſt⸗Conto haben.